Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigungsfrist Eigenbedarf bei Wohnungswechsel

| 30.07.2015 20:20 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


In einem vermieteten 3-Parteienhaus wechselte ein Mieter von der einen Wohnung des Hauses in eine andere, da diese frei geworden war. In der erstbezogenen Wohnung wohnte er 25 Jahre. In der neuen 5 Jahre. Nun soll das Haus verkauft werden. Der Käufer möchte in die Wohnung einziehen, die der besagte Mieter seit 5 Jahren bewohnt und ihn nun wegen Eigenbedarf kündigen. Der Mieter will hier verlängerte Kündigungsfristen geltend machen, da er in dem Haus (nicht der Wohnung) schon seit insgesamt 30 Jahre wohnt. Beim Umzug in die neue Wohnung im gleichen Haus wurde aber ein komplett neuer Mietvertrag gemacht. Kann der Mieter die Gesamtzeit (30 Jahre) geltend machen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn tatsächlich ein neuer Mietvertrag abgeschlossen wurde und nicht nur der alte abgeändert worden ist, dann scheidet eine Berufung auf die Wohndauer im Haus zu Lasten des Mieters aus. Hier ist aber auf die tatsächlichen Umstände des Verzragsabschlusses abzustellen. Wenn hier besondere Abreden getroffen worden sind, so mag sich im Einzelfall etwas Anderes ergeben. Es ist auch darauf zu achten, dass dem Mieter eine eventuell frei werdende andere Wohnung im Haus angeboten werden musste, ist dies nicht der Fall, so liegt keine wirksame Eigenbedarfskündigung vor. Insbesondere bei älteren Personen gewähren Gerichte in besonderen Konstellationen längere Fristen, da ein Umzug für diese eine besondere Herausforderung darstellt. Der sicherste und beste Weg zu einer konfliktlosen Auflösung wäre es insofern tatsächlich, mit dem Mieter eine Vereinbarung über eine längere Restnutzung bis zum Auszug zu treffen um ein drohendes Gerichtsverfahren auszuschließen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 02.08.2015 | 10:44

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?