Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigungschutzklage, ja oder nein?


04.05.2006 14:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich wurde am 27.4.2006 gekündigt. Fristlos ersatzweise fristgerecht zum 31.5.2006. Begründung Arbeitsverweigerung und Verstoß gegen die Meldepflicht.

Ich bin seit über einem Jahr bei dieser Zeitarbeitsfirma beschäftigt und habe mir nie etwas zu Schulden kommen lassen.
An dem besagten Tag, ging ich in die Arbeit und sagte mir ginge es nicht gut, 2 Stunden später Informierte ich den Schichtführer das ich zum Arzt gehen werde, dieser hat das einfach ignoriert und mir eine andere Arbeit angewiesen. Ich sagte Ihm das ich diese nicht tun werde, weil ich jetzt zum Arzt gehen. Er meinte Arbeitsverweigerung etc. Ich sagte ihm er solle meinen Arbeitgeber ausrichten das ich zum Arzt gehe.Daraufhin bin ich gegangen und direkt zum Arzt, der mich bis zum 30.4.2006 Krankschrieb.
Der Schichtführer (mit dem ich schon so meine Probleme hatte) informierte den Abteilungsleiter, der natürlich auf den Tisch haute bei meiner Leiharbeitsfirma. Diese hatte mich nichtmal zu dem Thema angehört sondern sofort gekündigt.
Mein Fehler war, das ich mich nicht sofort bei der Zeitarbeitsfirma meldete, ich dachte es reicht aus, wenn es der Schichtführer meiner Firma sagt (was er anscheinend aber nicht tat). Nachdem ich auch nichts von meiner Zeitarbeitsfirma hörte, dachte ich es sei alles in Ordnung, bis mir die Kündigung zugestellt wurde.

Meine Frage, lohnt es sich einen Anwalt aufzusuchen, und eine Kündigungsschutzklage einzureichen, ja oder nein? Wenn ja, wie sind meine chancen und wie sieht es mit dem Finanziellen aus, nach dem 31.5. bin ich nämlich arbeitslos. Rechtsschutzversicherung habe ich keine, sollte/kann ich noch "schnell" eine abschließen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern Sie KEINE Kündigungsschutzklage erheben, wird die FRISTLOSE Kündigung allein aus formalen Gründen wirksam werden. Auch werden Sie damit rechnen müssen, seitens des Arbeitsamtes eine 12-wöchige Sperre zu bekommen, also keine Leistungen erhalten. Bitte melden Sie sich auch SOFORT arbeitslos.

Allein daher wird sich die Klage sicherlich "Lohnen".


Diese Kläge können Sie entweder über die Geschäftsstelle des Arbeitsgerichtes zu Protokoll einreichen, oder aber über einen Rechtsanwalt erstellen lassen.

In beiden Fällen können und sollten Sie Prozesskostenhilfe beantragen; wird diese gewährt, müssen Sie keine Kosten tragen.


Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist immer vorteilhaft, nur wird diese für diesen Fall NICHT mehr eintreten, aber künftige Streitigkeiten umfassen.


Die Chancen, gegen die fristlose Kündigung erfolgreich vorzugehen, sehe ich -vorbehaltlich der Prüfung des Arbeitsvertrages- als gut an, da offenbar eine Abmahnung zuvor nicht erfolgt ist.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 04.05.2006 | 14:45

In der Kündigung stand folgendes:
Aus besagten Grund kündigen wir Sie fristlos, ersatzweise zum 31.5.2006. Zur Wahrung der fristgerechten Kündigung müssen Sie Ihre Arbeitskraft anbieten.

Das habe ich auch getan, direkt als die AU endete bin ich da rein und hab meine Arbeitskraft angeboten. Also dürfte die fristlose Kündigung doch gar nicht greifen.
Ich habe ja nicht vor gegen die fristlose Kündigung vorzugehen sondern gegen die Kündigung im allgemeinen. Schlieslich war der besagte Kündigungsgrund nicht vorhanden. Dieser wurde "erfunden". Das bescheinigt mir auch die AU.

Ich kann also jetzt, obwohl ich "noch" angestellt bin, Prozesskostenhilfe beantragen, ja? Und wenn ich die arbeit fortsetze, muss ich das dann zurückzahlen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.05.2006 | 14:55

Sie müssen gegen BEIDE Kündigungen vorgehen, sonst werden Sie wirksam (auch die Fristlose). Dieses vorgehen führt auch nicht etwa zu höheren Kosten.

Prozesskostenhilfe können und sollten Sie beantragen. Denn auch wenn Sie den Prozess (wahrscheinlich, siehe oben) gewinnen werden, gibt es bei einem erstinstanzlichen arbeitsgerichtlichen Verfahren KEINE Kostenerstattung. Selbst wenn Sie gewinnen, müssten Sie also Ihren Anwalt selbst bezahlen und die Gerichtskosten zu 1/2 tragen.

Die Prozesskostenhilfe können Sie auch beantragen, wenn Sie nach Ihrer Auffassung noch angestellt sind. Bis zu vier Jahren werden Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse geprüft und bei einer Besserung müssen Sie dann in der Tat die Kosten zurückzahlen.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER