Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigungfristen bei Mietvertrag vor dem Jahr 2001


31.03.2005 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter hat aus gesundheitlichen Gründen ihre Wohnung kündigen müssen. Leider wohnt sie seit 17 Jahren in dieser Wohnung und hat einen alten Mietvertrag mit einer Kündigungsfrist von 1 Jahr (nach 10 Jahren - Vertragabschluss 1988).

Sie hat die Wohnung mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist nach jetzigen BGH-Recht gekündigt.

Muss sie trotzdem noch ein Jahr Miete bezahlen, und wenn ja, nur die Grundmiete ohne Nebenkosten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

die dreimonatige Kündigungsfrist nach der BGH-Rechtsprechung gilt leider nicht für Altverträge, zu dem der Vertrag Ihrer Mutter zu zählen ist.

Hoffen Sie also, dass der Vermieter sich auf Ihre Kündigung einläßt.

Ansonsten könnte Ihnen nur nach ein Sonderkündigungsrecht helfen, um vorzeitig den Vertrag zu beenden: Suchen Sie einen geeigneten Untermieter (aber Zeitmietvertrag bis zum regulären Ablauf) und beantragen Sie beim Vermieter die Genehmigung zur Untervermietung. Lehnt er dieses ab, kann innerhalb einer Frist von drei Monaten gekündigt werden (LG Hamburg WM 92,689).

Wollen Sie dieses nicht machen (da auch ein Untermietverhältnis immer eine Gefahr darstellen kann, denn die Mutter haften im Verhältnis zum Vermieter weiter), machen Sie trotzdem eine Wohnungsabnahme und stellen Sie die Schlüssel zur Verfügung. Nun müssen Sie sehen, ob der Vermieter (vielleicht für Umbauten etc). die Wohnung in Besitz nimmt. Ab diesem Zeitpunkt - den Sie nachweisen müssen - braucht Ihre Mutter dann keine Miete zahlen.

Ansonsten muss bis zur regulären Beendigung die Warmmiete (d.h. Grundmiete plus Nebenkosten) weiter gezahlt werden. Die "ersparten Nebenkosten" sind vom Vermieter dann bei der Nebenkostenabrechnung zu erstatten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 31.03.2005 | 18:44

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

zählen zu den Umbauten auch Renovierungsarbeiten wie Tapezieren oder Erneuern von Fliesen für einen potenziellen neuen Mieter? Müssen bei einer Wohnungsabnahme dann alle Schlüssel dem Vermieter übergeben werden?

Vielen Dank im voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.03.2005 | 18:51

Zu den Umbauten gehören auch Renovierungsarbeiten, da Ihre Mutter ab diesem Moment nicht mehr den Nutzen aus der Wohnung ziehen kann.

Ja, es müssen alle Schlüssel übergeben werden.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER