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Kündigung zum Ende der Probezeit - wie viel Urlaubsanspruch?

| 04.02.2008 10:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Mir ist zum Ende der 6-monatigen Probezeit gekündigt worden. Probezeit lief bzw. läuft vom 01. September 2007 bis zum 29. Februar 2008.

Ich habe laut Vertrag einen Jahresurlaubsanspruch von 6 Wochen.

Wie viel Urlaubsanspruch habe ich nun bis zum Ende der Probezeit = Vertragsende?

6 Wochen oder 3 Wochen?

Hierbei ist hinzuzufügen, dass ich bereits 2 Tage genommen habe, vom 27.12.-28.12.07.

Besteht die Möglichkeit, mir diesen Rest-Urlaubsanspruch ganz oder teilweise auszahlen zu lassen, anstelle diesen zu nehmen und somit anstelle dessen zur Arbeit zu erscheinen.?

Auch wurde mir mündlich eingeräumt, über den Kündigungszeitpunkt 29. Februar 2008 darüber hinaus einen weiteren Monat arbeiten zu können, sollte ich bis Ende Februar 2008 noch keinen neuen Job gefunden haben.

Es sieht ganz so aus, dass ich bis Ende diesen Monats (Februar 2008) noch keinen neuen Job haben werde, und deshalb von dieser mir mündlich zugesicherten Option, bis Ende März 2008 arbeiten zu können, Gebrauch machen werde.

Wie viel Urlaubsanspruch habe ich auf Basis Arbeitsende 31. März 2008?

Auch hier wiederum die Frage, besteht die Möglichkeit, mir diesen Rest-Urlaubsanspruch ganz oder teilweise auszahlen zu lassen, anstelle diesen zu nehmen und somit anstelle dessen zur Arbeit zu erscheinen?

Ich habe folgendes angedacht:

Ende des Vertrages 29. Februar 2008 plus 1 Monat: also mithin 31. März 2008.
Urlaub beabsichtigt vom: 25. – 31. März 2008 = 5 Tage
Urlaub bereits genommen vom 27. – 28. Dezember 2007 = 2 Tage
Gesamt genommen/noch zu nehmen = 7 Tage

Und der Resturlaubsanspruch sollte finanziell abgegolten werden. Wie viele Tage Resturlaub sind dann finanziell zu vergüten?


Vielen Dank für entsprechende Auskunft.

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Sollten Sie ihr Arbeitsverhältnis bis zum 31.3.2008 weiterführen, steht Ihnen noch ein Urlaubsanspruch von 15, 5 Tagen zu. Ausgegangen wurde hierbei von einer Fünf-Tage-Woche.
Der Urlaubsanspruch setzt sich aus 8 Tagen Urlaub aus dem Jahr 2007 und 7, 5 Tagen Urlaub im Jahr 2008 zusammen. Grundsätzlich hätten Sie bereits im Jahr 2007 die Ihnen weiter zustehenden Urlaubstage in Anspruch nehmen müssen. Eine Übertragung auf das Jahr 2008 ist in Ihrem Fall jedoch wohl möglich.

Nach § 7 IV UrlaubG kann eine Abgeltung des Urlaubsanspruches in Geld nur dann erfolgen, wenn der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden kann.
Eine Abgeltung des Urlaubs ist somit nur dann möglich, wenn ihr Arbeitgeber nicht darauf besteht, dass Sie Ihren Urlaub vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz nehmen.
Es kommt somit darauf an, welche Regelung Sie mit Ihrem Arbeitgeber bezüglich des Urlaubs treffen.
Sollte eine Abgeltung erfolgen und Sie im März noch fünf Tage Urlaub nehmen, müsste Ihnen eine Abgeltung für 10, 5 Tage zukommen.


Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 04.02.2008 | 12:11

Vielen Dank für die schnelle Antwort, mit der ich im Prinzip konform gehe. Übrigens, 5-Tage Arbeitswoche Mo-Fr trifft zu.

Was das Nehmen des bereits bestehenden Urlaubsanspruchs (in 2007) angeht, ist es ungewöhnlich diesen bereits innerhalb der Probezeit nehmen zu können, ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis vorausgesetzt. Die 2 Tage in 2007 waren eine Ausnahmeregelung um mit Hilfe dieser Brückentage etwas länger über die Feiertage hinweg eine zusammenhängende Aus-Zeit nehmen zu könnnen.

Dennoch,.....

.... ich hatte im stillen gehofft, dass wenn nicht bereits eine vollendete sechs-monatige Arbeitszeit, so dann eine vollendete sieben monatige Arbeitszeit einen Anspruch auf den vollen Jahresurlaub begründen würde. Dieses scheint nicht der Fall zu sein (?)

Ich bitte freundlich um nochmalige Prüfung bzw. weitergehende Begründung.

Vielen Dank nochmals.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2008 | 12:35

Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich haben Sie nach Ablauf einer sechsmonatigen Wartezeit erstmals einen Anspruch auf den vollen Urlaub, der in Ihrem Arbeitsvertrag vereinbart wurde.
Ihr Ausscheiden aus dem Arbeitsvertrag führt jedoch dazu, dass Ihnen nur ein Teilurlaub zusteht.
Nach § 5 I c) UrlaubG hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses, wenn er nach erfüllter Wartezeit in der ersten Hälfte eines Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.
Dies ist bei Ihnen der Fall. Auch wenn sie durch die Verlängerung Ihres Arbeitsverhältnisses die Wartezeit von 6 Monaten erfüllt haben, scheitert der volle Urlaubsanspruch am Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis.

Korrigieren muss ich meine zuvor erfolgte Antwort dahingehend, dass Ihnen nicht eine Abgeltung für 10, 5 Tage zusteht, sondern für 11 Tage. Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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