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Kündigung wegen psychischer Belastung


29.08.2005 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Rechtsberatung,
ich habe vor zwei jahren einen neuen arbeitsplatz angetreten der sich sehr schnell als schwierig für mich entpuppte.
ich bin vom norden in den süden zu meinem lebensgefährten gezogen und hatte somit auch mit der mantalität der menschen ein zusätzliches problem.
auf alle fälle gestaltete sich mein arbeitsplatz als nicht eigenständig und ich wurde im lauf der zeit auch durch meine direkte vorgesetzte immer unsicherer.schwierige arbeitskollegen taten den rest dazu.letztendliches resultat: ich fiel hier und da bereits einige male mit erkrankungen psychosomatischer art bedingt aus.ich trat eine therapie an.
nun habe ich vor einigen wochen einen totalen zusammenbruch erlitten und hatte nur noch weinanfälle und magen darm erkrankungen - man riet mir einen psychotherapeuten aufzusuchen.
dieser hat mich nun geraume zeit krankgeschrieben damit ich persönlich erst einmal zur ruhe komme.ich erhalte psychopharmaka.
ich habe eine kündigungszeit von 3 monaten zum ende eines quartals.
somit wäre ende september meine letzte möglichkeit kündigen zu können.
ich trage mich nun mit dem gedanken selber zu kündigen und meinen arbeitgeber um einen aufhebungsvertrag zum ende september zu bitten.
eine eventuelle sperre beim arbeitsamt sollte ich durch ein attest belegen können.
meine frage lautet nun : wie sieht eine eigene kündigung von meiner seite aus? ich kann und möchte diesen arbeitsplatz nicht wieder antreten müssen.
kann ich eine fristlose kündigung ausprechen um meine fristen zu umgehen oder welche möglichkeiten bleiben mir.
und wie sieht es dabei mit einem aufhebungsvertrag aus.
was ist daran anders.
welchen weg raten sie mir.
bitte geben sie mir einen rat da auch ich möglichst schnell und korrekt aus diesem arbeitsvertrag heraus möchte.
ich persönlich würde mich wohler fühlen wenn ich bald wüsste das dies ein ende hat.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.


Fristlos kündigen werden Sie Ihren Arbeitsvertrag nicht können, da dem Arbeitgeber keine erhebliche Pflichtverletzung vorgeworfen werden kann. Auch Ihre psychische Stabilität begründet kein sofortiges Kündigungsrecht, so daß Sie sich grundsätzlich an die vertraglich vereinbare Kündigungsfrist zu halten haben.

Unter Umständen ist aber der Arbeitgeber bereit, Ihrer gesundheitlichen Situation dadurch Rechnung zu tragen, daß er mit Ihnen eine Aufhebungsvereinbarung zu einem früheren Zeitpunkt schließt. Diese Möglichkeit, daß beide Vertragspartner sich einigen, daß der Arbeitsvertrag zu einem bestimmten Zeitpunkt, oder auch "sofort" beendet wird, besteht grundsätzlich immer. Einen Anspruch darauf werden Sie aber nicht haben. Grundsätzlich kann der Arbeitgeber von Ihnen erwarten, daß Sie den Arbeitsvertrag bis zum letzten Tag der Kündigungsfrist erfüllen.

Sind Sie dazu aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, bleibt allenfalls die Möglichkeit, daß Sie sich ärztlich Arbeitsunfähigkeit attestieren lassen.

Beachten sollten Sie aber, egal ob Sie einen Aufhebungsvertrag schließen, oder kündigen, daß die Arbeitsagentur von einer Sperrzeit nur dann absehen wird, wenn Sie berechtigte Gründe für eine Aufgabe des Arbeitsplatzes vorweisen können, dies also z.B. aus medizinischen Gründen ärztlich angeraten wurde. Sie sollten diesbezüglich unbedingt noch Rücksprache mit der für Sie zuständigen Arbeitsagentur vor Ort halten, um nachher keine böse Überraschung zu erleben.


Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

www.andreas-schwartmann.de

Nachfrage vom Fragesteller 29.08.2005 | 19:32

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Ich habe bereits hier bei der zuständigen Arbeitsagentur nachgefragt - diese konnte vorab keine Auskünfte erteilen und teilte mir mit, erst dann wenn eine Kündigung oder ein Aufhebungsvertrag zustande gekommen sei erteilt man weitere Informationen.Ich möge mich dann sofort melden und direkt die Arbeitsagentur aufsuchen.Allerdings meinte man mit Hilfe eines Attests sollte es keine Probleme geben.
Falls ich nun einen Aufhebungsvertrag zum 30.09.vereinbaren kann
auf Grund der Tatsache das meine Erkrankung anhält steht mir mein Monatsgehalt bis dahin noch zu?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2005 | 21:19

Selbstverständlich haben Sie bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen Lohnanspruch bzw. einen entsprechenden Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Die Auflösung des Arbeitsvertrages wirkt ja dann erst zum 30.09.05. Zuvor haben Sie alle Rechte, die Ihnen als Arbeitnehmerin zustehen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann

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