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Kündigung wegen nicht eingehaltener Gehaltsversprechen / Mobbing

| 08.01.2010 22:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte,

Mein Sohn hat am 7.12.09 eine Stelle als Handwerksgeselle begonnen. Bis heute hat er keinen schriftlichen Arbeitsvertrag. Statt der vereinbarten EUR 1100,-- netto/Monat bekam er gestern, 7.1.10 eine Gehaltsabrechnung über EUR 1200,-- brutto, dazu einen Verrechnungsscheck über EUR 906,78. (bisher hat ihn noch niemand nach seiner Kontonummer gefragt). Angeblich ist der Chef unzufrieden mit seiner Arbeit, deswegen die Gehaltsreduzierung. Außerdem mobbt ihn der Chef, indem er ihm keine Anweisungen gibt, auf Rückfragen nur Antworten, mit denen er nichts anfangen kann und danach alles mögliche kritisiert. Mein Sohn ist völlig fertig (er hat seine Prüfung mit Note 2 bestanden, kann also so untauglich nicht sein) und will schnellstens weg.

Fragen: Muss er unter diesen Umständen auch 2 Wochen Kündigungsfrist einhalten?
Was genau soll er in die Kündigung schreiben (mein Sohn hat jetzt Angst, dass der Chef nach erhaltener Kündigung den Scheck nicht einlöst)?

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Ein schriftlicher Arbeitsvertrag ist nicht zwingend, es reicht eine mündlich Vereinbarung. Nach dem Nachweisgesetz (NachwG) muss der AG binnen eines Monats die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederlegen und dem AN aushändigen. Dazu gehört auch die Höhe des Entgelts vgl. § 2 I Nr. 6 NachwG .

Ihr Sohn hat Anspruch auf das vereinbarte Entgelt, selbst wenn der AG zurecht unzufrieden wäre, hätte er keine Berechtigung den Lohn zu kürzen. Die Qualität der Arbeitsleistung liegt im Risikobereich des AG.
Ihr Sohn kann seinen vollen Lohn also notfalls einklagen.

Ich gehe davon aus, dass eine Probezeit vereinbart ist und daher eine Kündigungsfrist von 2 Wochen gilt. Die von Ihnen genannten Gründe reichen grundsätzlich noch nicht aus um fristlos zu kündigen. Anders wäre es, wenn das Mobbing sehr massiv wäre, oder gar kein Lohn gezahlt würde.

Ich sehe aber kein besonderes Risiko wenn Ihr Sohn kündigt ohne die Frist einzuhalten. Generell folgt dann zwar ein Schadensersatzanspruch des AG, dieser muss aber den Schaden darlegen und beweisen. Allein der Ausfall eines neuen Mitarbeiters dürfte nicht zu Problemen bei der Erfüllung der Aufträge der Firma führen, es sei denn, Ihr Sohn würde an stark fristgebundenen Aufträgen mitarbeiten, die ohne ihn nicht eingehalten werden könnten.

In der Kündigung muss kein Grund genannt werden, es reicht wenn er schreibt: "Sehr geehrter Herr.......,

hiermit kündige ich unser Arbeitsverhältnis fristlos mit sofortiger Wirkung und hilfsweise fristgerecht zum......"

Der AG ist nicht berechtigt den Lohn zurückzuhalten, auch nicht nach Kündigung. Notfalls müsste der Lohn eingeklagt werden.






Bewertung des Fragestellers 09.01.2010 | 07:06

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