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Kündigung wegen einer Miete Rückstand?


09.02.2005 12:01 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein Problem mit meinem Vermieter. Ich befinde mich mit einer Monatsmiete (530€) im Rückstand. Leider ist es mir zur Zeit absolut unmöglich diesen Rüchstand auszugleichen. Seit Dezember droht mir mein Vermieter mit der Kündigung, obwohl die Folgemieten alle pünktlich gezahlt wurden.

Gestern habe ich dann einen Brief (per Einschreiben) bekommen in dem steht:

"Ich stelle Ihnen hiermit bis zum 14.02.05 bei mir eingehend eine letzte Frist diesen Betrag auszugleichen, andernfalls haben Sie ab dem 15.02.05 mit der Kündigung zu rechnen".

Darf der Vermieter das? Ich habe mich sehr viel im Internet erkundigt und überall gelesen das man erst ab 2 Monatsmieten Rückstand gekündigt werden kann.

Mit dem Vermieter zu sprechen ist sinnlos, da er sehr stur ist. Und das obwohl die Wohnung 3 Jahre leerstand...

Über eine aussagekräftige Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen
*****
Sehr geehrter Ratsuchender,

eine fristlose Kündigung ist in der Tat erst möglich, wenn der Mieter an zwei aufeinander foldendden Terminen die Miete nicht gezahlt hat ODER der Mieter über einen längeren Zeitraum mit einem Betrag von zwei Monatsmieten (die dann eben nicht aufeinander folgen müssen) in Verzug ist.

Mit einer FRISTLOSEN Kündigung werden Sie daher nicht rechnen müssen.

ABER:
unpünktliche Mietzahlungen konnen auch zu einer ordentlichen, fristgerechten Kündigung führen, ohne dass es einer Abmahnung bedarf (OLG OLdenburg RE WM 91, 467).

Ob das aber wirklich bei einem EINMALIGEN Verstoß durchsetzbar ist, wage ich zu bezweifeln. Sofern nicht weitere Umstände (störung des Hausfriedens, Beleidigung etc.) hinzukommen, wird auch diese Kündigung ins Leere gehen, wobei da künftig wirklich nichts mehr vorfallen darf.

Gleichwohl sollten Sie den Mietrückstand (wenn auch in Teilbeträgen) schnellstens ausgleichen.


Mit freundlichen Grüßen

rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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