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Kündigung wegen Wohnungsverkauf - Kündigung wirksam?


22.02.2005 10:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

die zur Zeit von mir und meinen 3 Kindern bewohnte Wohnung (Eigentumswohnung meines Ex-Mannes) wurde mir zum 15.7.05 gekündigt,da die Wohnung verkauft werden soll.Da ich momentan noch vom Unterhalt lebe und auch nicht weiss,ob ich bis Juli überhaupt Arbeit finde,um mir eine andere Wohnung leisten zu können,meine Frage an Sie,ob ich der Kündigung widersprechen kann und bis wann das geschehen muss? Was würde im Falle einer Zwangsversteigerung auf mich zukommen?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!

Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich gehe bei meiner Antwort davon aus, dass Sie in der Wohnung zur Miete wohnen.

In diesem Falle kann Ihr Vermieter grundsätzlich nicht aus Anlass des Verkaufs der Wohnung kündigen, so dass die Kündigung als wirkungslos angesehen werden kann.

Eine Kündigung des Vermieters kommt grundsätzlich nur bei Vorliegen eines berechtigten Interesses in Betracht, dass man grundsätzlich nicht per se darin sehen kann, dass sich eine leere Wohnung besser verkaufen lässt, als eine vermietete. Allerdings verändert sich dies, wenn - wie es das Gesetz ausdrückt - der Vermieter durch die Vermietung an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung gehindert ist und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde. Das sind Tatsachen Ihres konkreten Einzelfalles, die von hier aus nicht geprüft werden können.

Sie haben das Recht, der Kündigung zu widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses zu verlangen, wenn die Kündigung für Sie eine unzumutbare Härte darstellen würde, was durch die von Ihnen geschilderte Situation der Fall sein könnte. Der Widerspruch muss schriftlich erfolgen und zwar allerspätestens zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses.

Im Falle einer Zwangsversteigerung übernimmt zwar der Ersteigerer das bestehende Mietverhältnis mit allen Rechten und Pflichten; ihm steht jedoch ein Sonderkündigungsrecht zu, gegen das Sie sich grundsätzlich nicht zur Wehr setzen können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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