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Kündigung wegen Krankheit und unpünktlichen Zahlungen

19.02.2008 11:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo,

bei mir ergibt sich folgende Situation:

Ich möchte mein derzeitiges Arbeitsverhältnis kündigen. Ich arbeite dort seid 2004 und habe eine vertragliche 3-monatige Kündigungsfrist. Meine Gründe liegen darin, dass mein Gehalt unpünktlich und unvollständig gezahlt wird. Zusätzlich habe ich erfahren das meine VL und die Sozialabgaben nicht getätigt werden. All das geht schon seid einem knappen Jahr so und ich kann einfach nicht mehr. Ich bin extrem stark gesundheitlich dadurch belastet und habe auch ein Attest vom Arzt, dass ich den Arbeitsplatz wechseln soll.

Ich möchte mich jetzt krank schreiben lassen, da ich körperlich einfach nicht mehr kann. Für den Monat Januar habe ich noch keinen Cent Gehalt gesehen und ich weiss nicht wie ich meine laufenden Kosten decken soll.

Zusätzlich habe ich 40 Tage Urlaub übrig und möchte diese nehmen, wenn ich jedoch krank geschrieben bin, denke ich nicht das mein AG mir diesen gewährt.

Wie soll ich weiter vorgehen? Meine Kündigung werde ich zum 29.02. einreichen.

Mfg
killokane

-- Einsatz geändert am 19.02.2008 14:13:48

Sehr geehrter Ratsuchender,


hinsichtlich der kündigung müssen Sie beachten, dass ggfs. eine Sperrzeit wegen der Eigenkündigung ausgesprochen werden könnte. Hier sollten Sie vorab mit dem Sachbearbeiter des Arbeitsamtes sprechen und auch das ärztlich Attest einreichen, um diese Sperrzeit zu vermeiden.


Bezüglich des rückständigen Gehaltes sollten Sie den Arbeitgeber schriftlich mit Fristsetzung auffordern, dieses zu zahlen und auch den Nachweis hinsichtlich der offenbar unterlassenden Sozialabgaben zu erbringen. Wird dieses innerhalb der Frist nicht gemacht, sollten Sie Klage erheben, allein auch, um nicht wegen eventuell bestehdenden Ausschlussfristen auf die Ansprüche zu verzichten.

Dieses gilt auch für die Urlaubsansprüche; kann der Urlaub bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnis nicht genommen werden, ist er auszugleichen. Diese Ansprüche müssen dann bei Weigerung des Arbeitgebers ebenfalls gerichtlich geltend gemacht werden.

Hinsichtlich des Gerichtsverfahrens vor dem Arbeitsgericht erster Instanz müssen Sie aber bedenken, dass Sie Ihre eigenen Auslagen NICHT erstattet bekommen; ggfs. besteht aber der Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2008 | 14:32

Hallo und danke für die Antwort,

ich habe bereits mit dem Arbeitsamt gesprochen und meine Gründe sind bekannt und das Attest vorgelegt.

Meinen Arbeitgeben habe ich mehrmals mündlich verwarnt, da er nicht bereit war schriftliche Mahnungen anzunehmen. Ich denke, dass ich dann zur verdi gehen werde, um meine Ansprüche geltend zu machen.

Kann es für mich denn Schwierigkeiten geben, wenn ich bis zum Ende meiner Kündigungsfrist krank geschrieben werde? Kann der Urlaub auch ohne Einwilligung des Chefs abgefeiert werden?

Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2008 | 14:47

Sehr geehrter Ratsuchender,


der von Ihnen angedachte Gang zu ver.di ist sicherlich nicht verkehrt, sofern diese nicht gerade streiken.

Wichtig ist aber, dass die Ansprüche schnell geltend gemacht werden.

Die Krankschreibung bereitet keine rechtlichen Probleme; der urlaub hingegen darf nicht ohne Einwilligung genommen werden und könnte sogar die fristlose Kündigung nach sich ziehen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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