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Kündigung wegen Eigenbedarfs, Recht auf fristlose Kündigung?


24.05.2007 01:49 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte/r Anwalt,

ich bin Student und wohne zur Zeit (seit April 2006) in einer 2er WG, wobei ich Untermieter des Hauptmieters bin. Wir haben nur einen mündlichen Mietvertrag.
Nun ist unser Verhältnis seit einiger Zeit recht angespannt und auch die hygienischen Verhältnisse lassen schon länger sehr zu wünschen übrig. (Hauptmieter lässt Wohnküche, Flur und Bad verkommen, Geschirr wird wochenlang nicht abgespült, geputzt wird nur alle heiligen Zeiten usw.) Das Verhalten des Hauptmieters bessert sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht dauerhaft. Ich selbst bin dadurch in der Benutzung der Wohnküche sehr eingeschränkt, weil Kochen und Essen machen zum Teil durch Platzmangel schlecht möglich sind.

Nun hat der Hauptmieter seit einigen Wochen beruflich bedingt einen großen Hund mit in sein Zimmer genommen und dadurch ist der Flur und andere Teile der Wohnung stark in Mitleidenschaft genommen worden. (Haare überall am Boden, Geruchsbelästigung und Belästigung durch den Hund, da ich Hunde nicht leiden kann). Auf Nachfrage meinte er nur er kann nicht anders, der Hund muss hier bleiben (berufliche Gründe). Außerdem steht seit dem das Hundefutter (Nassfutter) offen in der Küche es stinkt seit dem in der Wohnung. (ich nehme an es schimmelt halt recht schnell bei den Temperaturen). Auch kann mich nun meine Freundin (starke Allergikerin) nicht mehr besuchen.

Mein Hauptmieter hat mich nun Anfang Mai wegen Eigenbedarf gekündigt. Grund: In Zukunft wird er immer Hunde halten müssen und er will/kann den Hund nicht immer in sein Zimmer einsperren. Das wäre untragbar. Außerdem braucht er beruflich bald ein Zimmer mehr, weil er von zu Hause arbeiten möchte. Er kündigte am 9.5.2007 mit Frist bis zum 10.7.2007. Außerdem schreibt er, dass ich das Zimmer besenrein, weiß gestrichen und ohne Mängel übergeben muss.

Ich habe selbst herausgefunden, dass nun die Frist bis Ende August läuft, da 3 Monate Kündigungsfrist usw. und er nicht bis zum 3. Werktag gekündigt hat.

Unter Berücksichtigung folgender Begebenheit hoffe ich auf ein fristloses Kündigungsrecht :

Nun hat der Hund letzte Woche in unser beiden Abwesenheit mehrere Mülltüten, die im Flur standen zerrissen und den ganzen Unrat im Flur und in der Wohnküche verteilt. (Schuld des Hauptmieters, da Hund unbeaufsichtigt in der Wohnung war). Darunter auch fauliges Obst. Obwohl der Hauptmieter den Dreck weggeräumt hat stinkt es seitdem unerträglich im Flur und in der Wohnküche und dadurch wird mir die Benutzung der Räumlichkeiten erst recht verleidet.

Nun die Frage: Habe ich in dieser Situation ein Recht fristlos zu kündigen? Und wenn ja, welche Formalitäten muss ich einhalten? (Abmahnung, Frist, Schriftform, Begründung usw).
Weitere Frage: Muss ich das Zimmer wirklich weiß gestrichen übergeben? (ein Mietvertrag existiert nur mündlich und ich habe das Zimmer von meinem Vormieter auch ungestrichen übernommen)

Ich hoffe sie können mir helfen. Leider habe ich als Student nicht sehr große finanzielle Mittel zur Verfügung...

Mit freundlichem Gruß, ...
24.05.2007 | 01:55

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Angesichts der Umstände haben Sie in der Tat ein außerordentliches fristloses Kündigungsrecht. Eine Abmahnung ist nicht notwendig, eine Frist ist nicht zu beachten.

Sie sollten die Kündigung allerdings schriftlich durchführen und begründen. Auch sollte die Kündigung explizit als außerordentliche fristlose bezeichnet werden.

Sie müssen das Zimmer nicht weiß streichen. Solche Pflichten existieren nur, wenn der Mietvertrag sie explizit festschreibt. Dies zu beweisen obliegt dem Vermieter und ist bei mündlichen Verträgen regelmäßig schwer zu bewerkstelligen.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


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