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Kündigung wegen Eigenbedarf nach kurzer Mietdauer


24.02.2006 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Ich habe seit 01.08.2005 ein Hause gemietet. Von den Vermietern wurde explizit ein Mieter für einen längeren Zeitraum gesucht, mit der Option, das Haus später zu kaufen (alles nur mündliche Aussagen), da sie selbst für längere Zeit ins Ausland gingen.
Nun kommen mein Vermieter unerwarteter Weise zurück und haben mir nach nur 7 Monaten wegen Eigenbedarf gekündigt (d.h. nach 10 Monaten Mietdauer muss ich ausziehen). Damit habe ich die Maklergebühr mehr oder weniger in den Sand gesetzt - 2,32 Monatsmieten bei nur 10 Monaten Mietdauer machen 20% zusätzlich zur Miete.
Kann ich einen Teil der Maklergebühr, die ich ja in dem guten Glauben bezahlt habe, mindestens einige Jahre in dem Haus zu wohnen (sonst hätte ich das Haus ja nicht genommen) zumindest teilweise vom Vermieter oder vom Makler zurückfordern?
Sehr geehrter Fragensteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung sehe ich keinen Anspruch gegen Ihren Vermieter auf Ersatz der Maklerkosten.

Bei Wohnraum ist die Vereinbarung einer bestimmten Mietzeit grundsätzlich nur durch Zeitmietvertrag möglich. Also selbst wenn Sie die mündlichen Zusagen in Form eines Zeitmietvertrages nach § 575 BGB vereinbart hätten, hätte bei Vertragsschluss schon der geplante Eigenbedarf des Vermieters mitgeteilt werden müssen, damit dies überhaupt zulässig ist. Ansonsten handelt es sich um einen unbefristeten Mietvertrag, der auch vom Vermieter mit den gesetzlichen Fristen gekündigt werden kann. Die Kündigungsfrist verlängert sich für den Vermieter erst nach fünf oder acht Jahren gemäß § 573 c BGB.

Auch sieht es nicht so aus, als ob der Vermieter bereits bei Vertragsabschluss gewusst hätte, dass er 10 Monate später Eigenbedarf anmelden muss, so dass diesbezüglich ein Schadensersatz wegen Täuschung auf Ersatz der Maklerkosten auch nicht in Betracht kommen kann.

Leider kann ich Ihnen keine erfreulichere Antwort geben.


Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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