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Kündigung wegen Eigenbedarf ...ist der Vermieter zum Schadenersatz verpflichtet ?

10.01.2021 21:45 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


22:48
Guten Tag,

wir sind vor ca 3 Jahren in unsere Wohnung gezogen.
2 Familienhaus, wir bewohnen die große Hauptwohnung,
oben wohnt eine allein stehende Frau.
dann ist im Haus noch eine Ferienwohnung.
Der Vermieter wohnt nicht mit im Haus.

Bei der Wohnungsbesichtigung hatten wir gefragt, ob das Haus irgendwann verkauft werden soll, denn wir wollten keine Kündigung wegen Eigenbedarf bekommen.

Antwort ; nein, kein Verkauf geplant.

Jetzt soll das Haus doch verkauft werden.
Ist unser bishereiger Vermieter zum Schadenersatz verpflichtet, wenn uns wegen Eigenbedarf gekündigt wird ?

Uns entstehen ja durch den ungeplanten Umzug Kosten in Höhe von mehreren 1000 Euro.

10.01.2021 | 22:16

Antwort

von


(43)
Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Anfrage aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworten, wie folgt:

Ein Anspruch Ihrerseits könnte sich nur dann ergeben, wenn Ihr jetziger Vermieter schuldhaft eine Haupt - oder Nebenpflicht aus dem bestehenden Mietverhöltnis verletzen würde.

Eine solche Pflichtverletzung vermag ich hier allerdings nicht zu erkennen: Allein der Umstand, dass bei Ihrem Umzug geäußert wurde, dass ein Verkauf nicht geplant sei, begründet hier keine Nebenpflichtverletzung. Sie müssen bedenken, dass dies ca. drei Jahre zurückliegt; in dieser Zeit kann sich einiges ändern.

Zudem müsste Ihr Vermieter auch schuldhaft gehandelt haben, also jedenfalls fahrlässig, unter Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt - auch dies ergibt sich aus Ihrer Schilderung nicht.

Zudem fehlt es aktuell auch an einem messbaren Schaden: schließlich hat noch kein Verkauf stattgefunden, und ein neuer Eigentümer würde Ihr Mietverhältnis erst einmal übernehmen. Ob dann eine Kündigung wegen Eigenbedarfs möglich wäre, und auch erfolgen würde, kann derzeit auch noch nicht festgestellt werden.

Nach alledem muss ich Ihre Frage mit einem "Nein" beantworten und bedaure, Ihnen keine für Sie günstigere Mitteilung machen zu können.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, und verbleibe


Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller,
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 10.01.2021 | 22:38

Danke für Ihre Antwort,
da gibt es aber noch etwas, was wir vorher nicht wussten.
Das Haus sollte schon mal VOR unserem Einzug verkauft werden.
Das haben wir inzwischen von unserer Mitmieterin erfahren.
Unser Vermieter hat uns also angelogen....

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.01.2021 | 22:48

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Sie geben an, dass bereits vor Ihrem Einzug der Verkauf des Hauses Thema war - dazu müsste es aber zum Zeitpunkt Ihres Einzuges eine konkrete Absicht zum Verkauf gegeben haben, welche Sie dem Vermieter auch beweisen können müssten, um hier mit Erfolg einen Schadenersatzanspruch geltend machen zu können. Ob Ihnen dies gelingt, kann ich natürlich nicht pauschal beantworten, allerdings verlangt die Darlegungs - und Beweislast, dass Sie die Nebenpflichtverletzung - also die nciht mitgeteilte Verkaufsabsicht - schlüssig und substantiiert darlegen und beweisen. Dies is eine nicht zu unterschätzende Hürde.
Sollte Ihnen dieser Beweis gelingen, müssten Sie dennoch einen messbaren Schaden darlegen können, sowie die Kausalität.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls für ein eventuelles Vorgehen viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

(43)

Auf der Rinne 43
37308 Heilbad Heiligenstadt
Tel: 03606 506459
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