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Kündigung während einer Krankschreibung

| 19.08.2018 18:00 |
Preis: 70,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Eine Mitarbeiterin arbeitet über 25 Jahre in einem Kleinbetrieb mit weniger als 10 Beschäftigten (Apotheke). Sie ist inzwischen 58 Jahre alt. Wegen einer psychischen Erkrankung (die vor allem auf die berufliche Belastung und die konkreten Arbeitsbedingungen zurückzuführen ist) ist sie inzwischen ca. 5 Monate krank geschrieben. Die Behandlung dauert an, eine Kur soll folgen. Es ist aber davon auszugehen, dass sie wieder voll arbeitsfähig sein wird. Nun hat der Arbeitgeber ihr fristgerecht (Frist 6 Monate) ohne Angabe von Gründen gekündigt. Ist eine solche Kündigung während der Krankschreibung rechtens? Ein Aufhebungsvertrag und/oder eine Abfindung wurden nicht angeboten? Muss die Arbeitnehmerin die Kündigung ohne jeden Ausgleich hinnehmen? Unter welchen Umständen könnte man gegen die Kündigung vorgehen oder zumindest eine Abfindung fordern?
19.08.2018 | 19:07

Antwort

von


(1784)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier wird § 23 KSchG zu beachten sein, da bei einem Arbeitsverhältnis, welches bis zum 31.12.2003 begründet worden ist, nicht mehr als 10, sondern fünf Arbeitnehmer entscheidend sind, um die Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) zu begründen.

Zeitlich wird dieses bei einem 25jährigen Arbeitsverhältnis der Fall sein, so dass mehr als fünf Arbeitnehmer beschäftigt sein müssen.

Wäre das der Fall und greift das KSchG ein, muss binnen drei Wochen nach Zugang des Kündigungschreibens beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erhoben werden, damit dann sie soziale Rechtfertigung dieser Kündigung gerichtlich geprüft werden kann; wird diese Frist nicht eingehalten, wäre die Kündigung rechtswirksam.



Grundsätzlich ist eine Kündigung auch während der Krankschreibung rechtens.

Eine Abfindung und/oder ein Aufhebnungsvertrag muss nicht angeboten werden. Das ist menschlich sicherlich schon mehr als ungewöhnlich, rechtlich ab nicht zu beanstanden.


Gesetzlich ist eine Abfindung NICHT vorgeschrieben; dieser Irrglaube ist zwar weit verbreitet, hat aber eben keine gesetzliche Grundlage.


Hier muss - siehe oben - innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erhoben werden. Bei Anwendung des KSchG wird dann eben geprüft, ob die Kündigung sozial gerechtfertigt ist. Bei zu erwartender Wiederherstellung der Arbeitskraft wird der Arbeitgeber es schwer haben, das erfolgreich gegenüber dem Gericht begründen zu können, so dass die Arbeitnehmerin gute Chancen haben dürfte.

In der Regel wird dann über eine Abfindung verhandelt werden, wobei als Grundregel pro Beschäftigungsjahr ein halbes Bruttomonatsgehalt herangezogen wird - aber es ist dann eben echte Verhandlungssache.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg



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