Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung waehrend des Krankengeldbezug, Fortdauer der Krankengeld Zahlung??

| 05.02.2015 13:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Pierre Aust


Zusammenfassung: Kündigung während des Bezuges von Krankengeld

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Arbeitsverhältnis, wird seitens meines Arbeitgebers, voraussichtlich in Kürze
krankheitsbedingt gekündigt werden,eine Besserung meines Gesundheitszustand
ist mittel bis langfristig nicht zu erwarten und die Anforderungen im Beruf werde
ich wohl auch nicht mehr erfüllen können.
Ich befinde mich seit 3 Monaten im Krankengeldbezug der GKV.

Meine Fragen:

1.) Zahlt die Krankenkasse weiter Krankengeld nach der Kündigung ?

2.) bleibt die Berechnungsgrundlage für das Krankengeld, nach eintreten in die
Arbeitslosigkeit die gleiche,oder treten Veränderungen ein?

3.)Muss ich mich, trotz weiter bestehender Arbeitsunfähigkeit,sofort arbeitslos melden?





ehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Frage 1:

Die Krankenkasse wird auch nach erfolgter Kündigung Krankengeld zahlen. Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ändert nichts an Ihrem Krankenversicherungsstatus. Die Krankenversicherung wird gemäß § 192 Abs. 1 Nr. 2 SGB V unverändert fortgeführt.

Lediglich der Beurteilungsrahmen für die Frage der Arbeitsunfähigkeit wird ein wenig geändert.
Bei der Frage der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit kommt es bis zu Kündigung auf die „zuletzt verrichtete Tätigkeit" an. Nach Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnisses kann die Krankenkasse auch bei der Prüfung der Frage der Arbeitsunfähigkeit auf gleiche oder ähnlich geartete Tätigkeiten verweisen. Es ist aber zu berücksichtigen, dass der Kreis dieses Tätigkeiten entsprechend der Funktion des Krankengeld sehr eng zu ziehen ist.

Häufig verweisen Krankenkassen dann auf Tätigkeiten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt und stellen das Krankengeld ein. Dieses ist aber nicht rechtmäßig, insbesondere im Hinblick auf die geltende Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes (hier z.B. BSG Urteil vom 14.12.2006, B 1 KR 9/06 R).

Frage 2.

Das Krankengeld wird in der gleichen Höhe weitergezahlt. Die Berechnung findet zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit statt und bleibt während des ganzen Bezuges von Krankengeld gleich.

Frage 3.

Sie müssen sich bei weiterhin bestehender Arbeitsunfähigkeit nicht sofort Arbeitslos melden. Wenn Sie aber bei Ausschöpfung des maximalen Anspruches auf Krankengeld (72 Wochen + 6 Wochen Lohnfortzahlung) von der Krankenkasse auf die Beendigung hingewiesen werden, sollten Sie sich spätestens der Arbeitsagentur vorstellen, um ein durchgehende Zahlung von Lohnersatzleistungen zu gewährleisten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 05.02.2015 | 16:54

Danke für ihre schnelle und gut verständliche Antwort.

Meine Nachfrage: muss ich der Krankenkasse unmittelbar nach
Erhalt der Kündigung Mitteilung machen,wenn ja,wird von mir
erwartet,eine Kündigungsschutzklage gegen meinen Arbeitgeber
anzustreben.

Danke freundlichst für Ihre Mühe


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.02.2015 | 18:18

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt keine umittelbare Verpflichtung der Krankenkasse mitzuteilen, ob Sie nach Erhalt der Kündigung eine Kündigungschutzklage erheben.

Auch sollte die Frage, ob Sie eine Kündigungsschutzklage erheben, konkret davon abhängig gemacht werden, ob diese Aussicht auf Erfolg hat. Ihre Krankenkasse hat keine Möglichkeit Sie zum Einlegen einer Kündigungsschutzklage aufzufordern und wird dieses auch nicht von Ihnen automatisch erwarten. Auf die weitere Gewährung von Krankengeld wird Ihr Verhalten bezüglich der Kündigunsschutzklage keinen Einfluss haben.

Mit freundlichen Grüßen

Pierre Aust

Bewertung des Fragestellers 07.02.2015 | 21:02

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 07.02.2015 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67431 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank. Meine Frage wurde freundlich, schnell und sehr gut verständlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Extrem detailliert und hilfreich, hat sich viel Zeit genommen und sehr spezifische Urteile mitgeliefert, die ich zur Untermauerung meiner Argumentation verwenden konnte. Dank seiner HIlfe war mein Einspruch erfolgreich. Meine ... ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Danke, wenn auch das Ergebnis meinen Vorstellungen entspricht, war die Aussage verständlich und plausibel. Es ist eben so, dass die Amtsbürokratie am längeren Hebel sitzt. ...
FRAGESTELLER