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Kündigung während der Probezeit - zuviel Urlaub

| 14.05.2010 00:03 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Guten Tag
Ich habe am 1.1. 2010 eine Volltags - Stelle als Assistenz - Ärztin in einer Praxis begonnen. Der Vertrag war für 2 Jahre vorgesehen mit einer Probezeit von 6 Monaten die also Ende Juni 2010 enden würde. Mir wurden 26 Tage Urlaub im Jahr zugeteilt.
Vor Beginn des ARbeitsverhältnisses wies ich mündlich darauf hin, dass ich im Monat Juni 4 Wochen Urlaub benötigen würde. Dies wurde mir als Sondervereinbarung zugesichert. ( Zusatzurlaub bezahlt) Da die Praxis während Urlaubszeiten schliesst hatte ich bisher im Januar eine Woche Urlaub. DAs wären somit bis Ende Juni 5 Wochen Urlaub. Nun würde ich gerne in der Probezeit kündigen. ( 2 Wochen vor Ende Juni) Dies müsste ich sozusagen aus dem Urlaub heraus machen. Wichtig ist mir dass mir von meinem Chef 6 Monate bestätigt werden da ich noch in der Facharztausbildung bin und für die Prüfung nur Abschnitte von 6 Monaten angerechnet werden. Deshalb will ich genau zum Termin hin kündigen damit ich von meinem Chef nicht vorher gekündigt werden kann.( und somit keine 6 Monate angerechnet bekomme)
Meine Frage wäre jetzt:
1. FAlls ich jetzt Mitte Juni aus dem Urlaub heraus schriftlich kündige kann mein Chef dann verlangen dass ich das Übermass an Urlaub im Juli noch nacharbeite. ( wären dann ca. 2 Wochen )
2. Kann er verlangen dass ich das Geld was ich im Sonderurlaub erhalten habe zurückzahle?
3. Kann er verweigern mir den Bescheid auszufüllen dass ich 6 Monate bei ihm beschäftigt war?
4. Sollte die Kündigung gesondert gesendet werden- per Einschreiben?
Vielen DAnk

14.05.2010 | 10:18

Antwort

von


(34)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

im Hinblick auf die von Ihnen mitgeteilten Daten und den von Ihnen gemachten Einsatz möchte ich Ihre Fragen beantworten.
Frage 1:

Nach Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses sind Sie nicht mehr verpflichtet für den ehemaligen Arbeitgeber tätig zu werden. Bezüglich des zuviel genommenen Urlaubs kann allerdings eine Kürzung des letzten Gehaltes erfolgen, da die 26 Urlaubstage auf das Jahr zu rechnen sind. Wichtig wäre vielleicht noch zu wissen, dass der Urlaubsanspruch für das ganze Jahr (und nicht nur für einen Teil) erst nach 6 monatiger Beschäftigung voll entstanden ist. Also bei einem Monat länger hätten Sie mehr Urlaub.

Frage 2:
Soweit Sie vor der Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses mehr bekommen haben, als Ihnen tatsächlich zugestanden hätte, kann nach Bereicherungsgrundsätzen dies zurückgefordert werden. Allerdings sind als Grenzen die Pfändungsfreibeträge zu beachten. Ihr Arbeitgeber darf alos nicht mehr einbehalten, als dies jeder andere Gläubiger könnte.

Frage 3:
Ihr Arbeitgeber hat Ihnen für das Beschäftigungsverhältnis ein Zeugnis auszustellen, das den Beschäftigungszeitraum umfasst. Ein Zurückhalten eines Zeugnisses aus Verärgerung wegen der Eigenkündigung des Mitarbeiters ist unzulässig, da dies dem Versuch den Mitarbeite an seinem beruflichen Fortkommen zu hindern gleichkommt. Für die fachliche Bescheinigung gilt das gleiche, wobei Sie prüfen müssten ob für die Bescheinigung allein die Dauer des Arbeitsverhältnisses genügt oder ob Sie in dieser Zeit tatsächlich auch gearbeitet haben müssen. Aufgrun Ihres Einsatzes ist es mir nicht möglich eine Prüfung Ihrer Fachärztezulassungverordnung vorzunehmen.

Frage 4:
Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen. Der Weg des Zugangs an den Arbeitgener insbesonder die Einhaltung der Kündigungsfrist sollte jedoch wohl überlegt sein, da Sie im Zweifel den Nachweis des Ausspruchs der Kündigung und deren fristgerechten Eingang beweisen müssten. Ob Sie diese als Einwurfeinschreiben, mit Einschreiben + Rückschein oder durch eigenen Boten versenden bleibt Ihnen überlassen. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, die Kündigung persönlich abzugeben und sich dem Gespräch mit dem Arbeitgener zu stellen.
Sie müssen letzlich auch an ein gutes Zeugnis denken. Sollte der Arbeitgeber über die überraschende Kündigung verärgert sein, könnte sich dies im Zeugnis niederschlagen. Sie könnten zwar gerichtlich ein angemessenes Zeugnsi durchsetzen, allerdings kostet Sie das Zeit und Geld. Auch sollten Sie wissen, das die klassische Beendigungsformel im Zeugnis, wir wünschen Frau ... für Ihren weiteren beruflichen Werdegang alles Gute und viel Erfolg nicht einklagbar ist. Fehlt die Klausel, kann das Zeugnis noch so gut sein, jeder zukünftige Arbeitgeber weiß dann das da was faul ist.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Susanne Glahn, Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 14.05.2010 | 22:18

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Könnten Sie mir evt nach Erhöhung des Einsatzes auf Punkt 3 noch eine genauere Antwort Zum Thema geben? Soll ich die Frage direkt an Sie senden oder Sie nochmals neu einstellen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.05.2010 | 07:21

Sehr geehrte Fragenstellerin,

Sie können mir gerne eine Direktanfrage schicken, um Frage 3 genauer beantworten zu können. Zudem müsste ich wissen, für welchen Facharzt Sie die Bescheinigung benötigen. Alternativ könnten Sie aber auch Ihre Ärztekammer anrufen und diese Frage klären.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Glahn
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 14.05.2010 | 22:03

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