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Kündigung während der Probezeit - Wann ist mein Vertrag letztmalig innerhalb der Probezeit kündbar?

21.03.2008 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt:
Ich habe am 29.10.2007(Vertragsbeginn)eine neue Arbeitsstelle angetreten.
Ich zitiere aus dem Vertrag:

"Es wird eine Probezeit von sechs Monaten vereinbart. Sie beginnt mit dem Eintrittsdatum und endet nach 6 Monaten. Während dieser Zeit ist beiderseits die schriftliche Kündigung des Anstellungsverhältnisses unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zum Monatsende möglich."

Der Anstellungsvertrag gilt auf unbestimmte Zeit als abgeschlossen und kann nach Ablauf der Probezeit beiderseits nur mit einer Frist von 3 Monaten zum Quartalsende schriftlich gekündigt werden.

Es ist nun leider so, dass sich die Gesamtsituation durch Widerstände von langjährigen Mitarbeitern gegen meine neu geschaffene Vorgesetztenposition (nicht gegen mich persönlich) als sehr schwierig darstellt, da diese in ihren Verantwortlichkeiten beschnitten werden. Eine klare Stellenbeschreibung für alle Beteiligten ist seit Januar in Arbeit (unter Einbeziehung meiner Vorgesetzten, mir selbst,den betroffenen Mitarbeitern,Personalabt. und Betriebsrat) und soll nun am 11.April final besprochen werden. Ich selbst erfahre zunehmend Druck (Thema Führungskompetenz) unter Hinweis auf das Ende meiner Probezeit.
Es wurde ein Aktionsplan für mich erstellt, den ich unterschreiben musste.

Nun meine Frage: wann ist mein Vertrag letztmalig innerhalb der Probezeit kündbar? Wie geht es ggf. danach weiter, worauf muss ich achten?
Ich denke, dass bis zum 11.4. nichts geschieht, da vorerst alle im Urlaub sind! Ich hatte auch den Eindruck, dass meine Vorgesetzte meint, dass bis dahin Zeit wäre hinsichtlich der Probezeit!
Der Aktionsplan (ähnlich einer -kritischen- Beurteilung mit Maßnahmen) hat mich schon sehr befremdet, da er nicht zum sonstigen positiven Feedback und Verhalten meiner Vorgesetzten passt. Es ist auch kein Standard-Instrument in der Firma, regelmäßige persönliche Beurteilungen aber schon! Ist dieser Aktionsplan ggf. rechtlich als Abmahnung zu werten?

Ich sehe mit Interesse einer Antwort entgegen und bedanke mich für Ihre Mühe!

MFG

21.03.2008 | 18:36

Antwort

von


(217)
Marktstätte 32
78462 Konstanz
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Sehr geehrte Fragestellerin,

die rechtliche Einordnung des Aktionsplanes ist ohne Kenntnis des genauen Wortlauts nur summarisch möglich. Eine Abmahnung im Rechtssinne (also als "Warnschuss" vor einer Kündigung) dürfte damit wohl nicht verbunden sein, denn eine Abmahnung, die zur Personalakte genommen wird, beinhaltet üblicherweise die deutliche Beanstandung eines konkreten Fehlverhaltens. Auch wäre zu klären, aus welchem Grund Sie dieses Schriftstück unterschreiben mussten, denn eine Abmahnung muss nicht vom Arbeitnehmer unterzeichnet werden. Gegebenfalls sollten Sie das Schriftstück von einem Anwalt/einer Anwältin in einer Einzelberatung prüfen lassen.
Unabhängig von der rechtlichen Einordnung zeigt diese Maßnahme jedoch, dass Ihre Tätigkeit kritisch beurteilt wird und dass Ihre Zukunft in diesem Unternehmen wohl nicht gesichert ist.

Die Probezeit endet am 29.04.08. Sie können also theoretisch am 29.04.08 noch eine Kündigung zum 31.05.08 erhalten.
Allerdings können Sie sich auch danach nicht sicher fühlen, denn auch eine Kündigungsfrist von drei Monaten ist nur ein Aufschub auf Zeit.
Da es für den weiteren Berufsweg grundsätzlich besser ist, wenn man selbst kündigt als wenn man gekündigt wird, empfiehlt sich das offene Gespräch, in welchem ausgelotet werden kann, wie Ihre Zukunft von Ihren Vorgesetzten gesehen wird und ob man sich notfalls auf eine Eigenkündigung oder einen Aufhebungsvertrag einlassen sollte. Allerdings kann dies Nachteile bei der Gewährung von Abeitslosengeld nach sich ziehen, so dass sich eine solche Lösung empfiehlt, wenn eine Anschlußarbeitsstelle besteht.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de






Rechtsanwältin Karin Plewe
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Erbrecht

ANTWORT VON

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