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Kündigung während der Krankheit - Höhe des Krankengeldes

| 21.08.2014 16:30 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Zusammenfassung: Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung berechnet sich bei einer Erkrankung bei bestehendem Arbeitsverhältnis nach dem letzten Bruttoeinkommen. Das Krankengeld setzt sich bei ununterbrochener Krankschreibung auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses fort.

Hallo!

Aktuell bin ich seit 2 Wochen krankgeschrieben und das wird vorausichtlich auch noch mehrere Wochen/Monate so bleiben. Zu allem Überfluss wird unser Betrieb von einer anderen Gesellschaft "geschluckt" und ich fürchte nun, dass mir eine betriebsbedingte Kündigung bevorstehen wird.
Insbesondere wenn man krank ist, schaden doch finanzielle Sorgen den Heilungsprozess erheblich. Daher hatte ich am 01.12.2011 eine PKV Versicherung mit entsprechenden KTG (100 EURO) abgeschlossen.

Bei einer nun möglichen Arbeitslosigkeit falle ich ja zurück in die GKV System! Eine Befreiung kann ich nicht beantragen, da die Voraussetzung der fünfjährigen Versicherungszeit in der PKV nicht erfüllt sind.

Meine Frage lautet also:

1)Wonach würde sich denn nun mein Krankgeld in der GKV berechnen? Nach dem Arbeitslosengeld I oder nach dem letzten Brutto?
Bei Variante I würde ich ja schlechter gestellt werden als ein GKV Versicherter! Genau diesen Nachteil wollte ich mit meiner PKV damals vermeinden.

2)Welche Möglichkeiten/Alternativen bleiben mir sonst, um kein finanzielles Desaster in meiner Krankenzeit zu erleiden?


Sehr geehrter Fragesteller/in,

ich möchte Ihre Anfrage anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Das Krankengeld in der gesetzlichen Versicherung berechnet sich, wenn Sie zum Zeitpunkt der Kündigung bereits erkrankt waren, nach Ihrem letzten Bruttoeinkommen. Ich gehe nach Ihrem Vortrag davon aus, dass Sie bereits erkrankt sind und die Kündigung noch nicht vorliegt. Wenn die Erkrankung fortdauert und über den Beendigungszeitpunkt ununterbrochen besteht, richtet sich die Berechnung nach dem letzten Bruttoeinkommen. Das Krankengeld (70% vom Brutto) ist dann etwas höher als das Arbeitslosengeld (60% vom Brutto)

Wichtig ist für den Bezug von Krankengeld, dass bei einer weiteren Erkrankung auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Lücke bei den Krankschreibungen eintritt. Diese müssen lückelos aneinander anschließen, weil sonst der Krankengeldbezug unterbrochen wird.

Sie teilten mit, dass Sie eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen hätten. Ich gehe davon aus, wenn hier keine Sonderregelungen getroffen wurden, dass also diese private Versicherung neben der gesetzlichen Krankenversicherung greift und das Tagegeld zahlen muss. Die private Versicherung ist unabhängig von der gesetzlichen Versicherung.

Wenn Sie zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr krank sind, können Sie sich nur arbeitslos melden. Bei einer erneuten Erkrankung wird das Krankengeld dann geringer ausfallen.

Es sei ein weiterer Hinweis erlaubt. Sollte die von Ihnen angesprochene Kündigung wegen des Betriebsübergangs erfolgen, wäre sie bereits deswegen unwirksam und angreifbar. Wenden Sie sich in diesem Zusammenhang gern an uns.

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Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung in der Sache geben konnte.

Sollte sich der Sachverhalt doch etwas anders darstellen, nutzen Sie bitte die Nachfrage.

Sie können mich jederzeit über die Kontaktdaten in meinem Profil erreichen und auch in anderen Angelegenheiten beauftragen.


Rechtsanwalt Andreas Tertel

Rückfrage vom Fragesteller 21.08.2014 | 17:53

Sehr geehrter Herr Tertel,

Sie haben geschrieben :

"Das Krankengeld in der gesetzlichen Versicherung berechnet sich, wenn Sie zum Zeitpunkt der Kündigung bereits erkrankt waren, nach Ihrem letzten Bruttoeinkommen"

Versteh ich Sie richtig, dass dies also auch gilt, wenn ich zum Zeitpunkt der Kündigung in einer privaten Krankenvollversicherung Mitglied bin ?

Danke!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.08.2014 | 09:20

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Leider liegt hier ein Missverständnis vor. Ihre Frage war, wonach sich Ihr Krankengeld in der GKV berechnet. Somit musste ich davon ausgehen, dass Sie tatsächlich gesetzlich versichert sind und lediglich zusätzlich eine Krankentagegeld- versicherung abgeschlossen haben. Dies wäre theoretisch möglich.

Sollten Sie also nur eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen haben, bekommen Sie natürlich nur Ihr versichertes Krankentagegeld. Es besteht lediglich die Möglichkeit einen Krankengeldzuschuss vom Arbeitgeber zu erhalten, wenn Sie im Öffentlichen Dienst beschäftigt sind, wenn also ein Tarifvertrag gilt, der dies regelt.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage vollständig beantworten und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und vor allen Dingen gute Besserung.

Mit freundlichen Grüßen


Tertel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.08.2014 | 08:19

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