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Kündigung während Urlaub innerhalb Probezeit


| 29.06.2006 12:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Am 6.4.06 unbefristeten Vertrag mit einer Unternehmensberatung abgeschlossen, Einstellungsbeginn 15.4.06, Bruttogehalt 1.700 Euro, Netto = Euro 1.158,03. Im Vertrag wird der bereits in 2005 gebuchte Urlaub 6.6.-30.6.06 schriftlich genehmigt.Während meines Auslandaufenthaltes erfolgt am 15.6.06 die schriftliche, nicht durch mich zu vertretende Kündigung lapidar lt. § 622 BGB zum 30.6.06 und wird mir wahrscheinlich durch persönlichen Einwurf der G.leitung in meinen Briefkasten zugestellt (keine Briefmarke). In meinem eMail-Postfach finde ich eine Nachricht v. 16.6., in der sie mir mitteilt, dass die Firma in finanziellen Schwierigkeiten ist und mein Gehalt den größten Kostenfaktor ausmacht. Finde die Kündigung am 26.6.06 zwischen meiner Post. Am 29.6. wird meinem Konto ein Betrag von Euro 712,18 überwiesen.
Frage: Wie verhalte ich mich korrekt, um die Differenz in Höhe von Euro 445,85 zurückzufordern? Ich habe mich keinerlei Vergehens schuldig gemacht und habe meines Erachtens auch bei einer betriebsbedingten Kündigung innerhalb der Probezeit Anspruch auf volle Gehaltszahlung.

Bitte um schnelle Bearbeitung, danke!
Freundlicher Gruß




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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


Sie haben in der Tat einen Anspruch auf Zahlung des vollen Gehaltes bis zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung, der nach Ihrer Darstellung des 30.06.2006 wäre.

Nun müssen Sie in dem Arbeitsvertrag nachsehen, bis zu welchen Zeitpunkt das Monatsgehalt gezahlt werden muss. Ist dort ein genauer Termin genannt, befindet sich der Arbeitgeber mit dem darauffolgenden Tage bereits automatisch in Verzug. Dann sollten Sie SOFORT beim Arbeitsgericht einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides stellen, um schnell zu einem vollstreckbaren Titel zu kommen (allein schon wegen der eingeräumten finanziellen Schwierigkeiten).

Ist im Arbeitsvertrag und/oder einem eventuell anwendbaren Tarifvertrag nichts geregelt, sollten Sie den Arbeitgeber mit Einschreiben/Rückschein auffordern, das ausstehende Gehalt spätesens bis zum 03.07.2006 auf Ihr Konto zu überweisen. Geschieht dieses nicht, sollten Sie dann den Mahnbescheid beantragen.

Weiter sollten Sie darauf achten, dass eine ornungsgemäße Abrechnung erstellt wird und eventuelle Arbeitgeberbeiträge abgeführt worden sind.

Auch müssen Sie sich SOFORT beim ARbeitsamt melden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 30.06.2006 | 16:06

Wenn die LSt-Karte und die Arbeitsbescheinigung trotz Fristsetzung nicht zugestellt wird (kommt bei diesem Arb.geber leider vor) und dadurch keine AL-Geld-Beantragung möglich ist, welche Möglichkeiten habe ich, die Herausgabe dieser Dokumente zu erwirken?

Habe ich unter den gegebenen Umständen Anrecht darauf, dass im Zeugnis erklärt wird, warum mir nach nur zwei Monaten gekündigt wird? Ansonsten wirft das doch bei künftigen Bewerbungen ein total schlechtes Licht auf mich.

Stelle fest, dass online die Möglichkeit gegeben ist, gerichtliche Mahnbescheide zu beantragen. Sind diese rechtlich genauso anerkannt wie die Beantragung beim Arbeitsgericht?

Freundlicher Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2006 | 14:25

Die Nachfragen betreffen teilweise nicht die Eingangsfrage, so dass es mir untersagt ist darauf zu antworten. Ich bitte insoweit um Verständnis.

Sie sollten schnell einen Anwalt aufsuchen oder beim Arbeitsgericht vorstellig werden, um die -berechtigten- Ansprüche durchzusetzen.

Online-Mahnbescheide sind rechtlich anerkannt; allerdings besteht die Gefahr, dass dort durch Übermittlungsfehlern es dann zu Fehlern kommen kann.

Aufpassen müssen Sie, dass es in Ihrem Fall um eine Arbeitsrechtssache geht, so dass ein gesondertes Mahnverfahren (für Sie günstiger) einzuleiten ist.

Bewertung des Fragestellers |


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