Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung während Probezeit - jedoch in der Form wirksam?

| 03.05.2015 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


09:29
Hi an meinen Ratgeber,

folgende Idee kam mir eben, eigentlich wollte ich nämlich die Kündigung, so wie sie kam annehmen, zu wenig Sinn würde mir ein dagegen Angehen aufzeigen, da ich diese Kündigung so noch ein paar Tage zuvor als "nicht in Panik kommen, wird sicher nicht geschehen wegen Krankheit" abgetan bekam.

Nun hat sich mein Arbeitsverhältnis, beginnend am 20.01.2015 in einer Kita Einrichtung mit ca. 2700 Kinder, hunderten Beschäftigten und Öffentliche angelehnter Träger (als e.V wohl eingetragen), schlagartig auch wieder verflüchtigt und den Grund kenne ich natürlich nur zu gut. Inkl. langer Rede zur Vorstellung wie human und sozial man sich als Arbeitgeber doch verhält, daher ist mir die Situation noch mehr ein Rätsel.

Da ich ebreits zu Beginn des Arbeitsverhältnisses darauf hinwies, das eine notwendige OP nun durch die Arbeitsstelle, verschoben wurde, solange wie sie sich eindämmen lässt jedenfalls, war jedem der Chefs und Vorstand bekannt - ich habe eine erhebliche Schädigung im Kopf die durch bereits 2 OP´s nicht ordentlich behandelt wurden.
Da deren Beseitigung nun nur noch eine Frage von Tagen, Wochen sein kann - mein Plan war das ich es bis in die Sommerferien hinaus zögere, mir war egal ob Urlaub wegen dem drauf ging, der Job war es wert, dieser Plan scheiterte.

Als Koch in dierser Einrichtung besetze ich dummerweise einen Posten der entweder besetzt ist und läuft oder durch Abwesenheit das kleine Chaos ausbricht, wie mir schien, dennoch wurde stets gesagt das keine Probleme aufkämen da für solche Fälle ein Catering beauftragt wird dessen hohe Rechnung nicht einmal vom Budget abgeht sondern von der Geschäftstelle erstattet wird, so also ist es wirklich mit null Komplikationen versehen.


Natürlich kam es wie es kommen musste, diese Entzündungen im Kopf (Ohr/Nasen und Kieferentzündungen schwerer Art) verursachten unheimlich viele andere Beeinträchtigungen an und in mir so, das ich angefangen von plötzlichem Fieber in hohem Grade mitten während der Arbeit (wie Schüttelfrost usw angebunden) bis hin zu absoluter Arbeitsunfähigkeit weil Sinnesorgane nicht wirklich richtig arbeiteten, zu beklagen hatte. Selbst ein Pfeiffrisches Drüsenfieber wurde mir dann noch zur Gabe gemacht (so der Arzt aber dem kann man ohnehin nur bedingt etwas abnehmen)

Dies geschah natürlich um jede Woche länger ohne Behandlung umso intensiver, ich gab aber stets den Hinweis das Sommerferien wohl Utopie bleiben wird.
Jedesmal jedoch wurde meine Besorgnis bzgl. Arbeitstellenverlust mit nettem Dementi abgetan, weil "es kein Grund wäre" (tatsächlich wurde mir bei Vertragsunterzeichnung mitgeteilt, das Krank eben Krank bedeute und darum in diesem Verein/Arbeitgeber keiner um seinen Job fürchten muss nur weil er krank wäre).

Ich nahm an, ebenw eil ich auf dieses Kopfproblem hinwies, dies sei mein sicherer Pfad.

So aber also musste ich mehrmals leider krank daheim bleiben, nicht allzu oft, nichts von Dauer aber dennoch unangenhem was Probezeit und Bild meiner Person angeht, was aber so mir nicht wirklcih als Problem vorkam denn mein Ansehen, meine Person und meine Arbeit waren stets einwandfrei wenn auch der Anfänge wegen mit hier und da etwas Stolpersteine versehen, am Ende aber war erledigt was zu erledigen war, pünktlichst, akkurat, ohne das was inhaltlich zu bemängeln dabei bliebe und auch sonst war nichts was mich als nicht geeignet für die Stelle befunden hätte ankreiden lassen können.

Am Tag an dem ich durch ein grosses Blutbild einen Arzttermin hatte, um 9 Uhr und somit meine Zeit in der ich mit dem Mittagsgeschäft beginne, war ich um einiges früher auf der Arbeit um weit vor dem Termin mit allem soweit fertig zu sein das dem übrigen Personal nicht mehr allzu kompliziertes über blieb, so jedenfalls war meine absicht und die wurde gar sehr gelobt - Arzttermin ist eben zu unsicher ob rechtzeitig wieder am Platz.

Ich machte also wirklich die Arbeit für jenen Tag so zurecht das weitere Schritte ein Affe hätte hinbekommen, in der Eile schnitt ich mir noch derart in den Finger das daraus ein Arbeitsunfall wurde, ich machte trotzdem alles erst fertig auch wenn ich dadurch mich weiter dabei schädigte, dann erst ging ich zum Arzt.

Blutbild machen, dort wurde ich auf den Arbeitsunfall und die Mledepflicht erst wirklich aufmerksam gemacht, somit also KH und das war Krankenmeldung durch tiefsten Schnitt im Finger und offene Wunde, das Ergebnis des Blutbildes 2 Tage danach war der Punkt an dem meine Ärzte mich auf die dringlichkleit hinwiesen und ein Aufschub nur noch schlimmere Folgen haben wird, also Krankenmeldung auf längere Zeit.

Noch am selben Tag angekündigt, mit Chef Tagsdrauf über die OP Sache gesprochen (wann genau war da noch nicht klar) und seine Fragen bzgl. Arbeitsunfall, alles schien georndet.

Nun kam am Tag an dem ich ankündigte wann die OP ist, wie lange die Abwesenheit vermutlich zu veranschlagen ist nur beste Genesungswünsche und 1-2 Tage später per Post eine Kündigung datiert auf jenen tag an dem ich mitteilte das ich also länger fehlen würde, kein Einschreiben o.ä sondern Brief per Post (Umschlag, Kündigung vorhanden) und auch wenn mir einiges sagte das sie so sicher nicht wirksam ist, es seidenn es änderte sich die Form der Zustellung-
Ich hatte bzgl der Lügen meiner Sorgen einfach ein Schlag vor dem Bug, immerhin war es durch die Arbeit und damit hinaus zögern erst richtig arg geworden, da ist mir ein anfechten nicht so wichtig.

Heute allerdings kam mir folgender Gedanke, angesichts der Scheinheiligkeit wie ich es doch erleben musste, ist folgendes in mir an Fragen aufgekommen.

Ist diese Kündigung durch Form der Zustellung und einem eventuellem Formfehler überhaupt wirksam - Formfehler erhoffe ich dadurch das ich mehrmals las das auch in Probezeitkündigungen eine Form von Grund angegeben werden muss (Persönliche, Betriebliche oder Qualifitionsmängel was ja auch Nonens wäre da ja das sicher ratz fatz geändert werden kann)

Leider habe ich zu spät bemerkt das mein Bote der AU´s wegen nicht zuverlässig war, mein Fehler aber es gab diesbezüglich keine Hinweise und ich erfuhr die Tatsache das einige nie ankamen erst vor Tagen (was mich nicht entschuldigt, wohl aber mit Kündigung ansich sicher zu hart betsraft wäre).

Auch habe ich auch eine Freundin gebeten meine verbliebenen Sachen dort abzuholen, was an diesem Tag nicht erfolgte, da Chef ausser Haus war, was aber als "Kündigung erhalten" angesehen werden könnte.

Wenn aber nicht, kann ich meinen Gedanken dann damit reifen lassen, das wenn sie unwirksam ist, die Frist dabei verstreicht und ich ja durch die Krankheit meine Arbeitskraft nicht zur Verfügung stellen kann, meine AU´s soweit reichen das ich damit meine Probezeit gar erreiche und ich durch unwirksamkeit dann mich zur Arbeit melde.

Wäre dieser Zug eine reele Variante damit dem Arbeitgeber zumindest etwas entegegen zu bringen und die Kündigungsschutzrechte somit in Anspruch nehmen zu können?

Sicher ist es eine wage Idee, wenn dies auch nicht machbar wäre, dann zumindest einen Zeitpunkt des Ausscheidens erreichen kann der nicht so ungerade mittem im Monat statt findet, denn dies ist ebenfalls ein blöder Schliff in dieser Kündigung - also kurzum, geht irgendwas das mich ein wenig mildernd damit umgehen liese oder ist es so wie es ist unanfechtbar?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn auf momentanes Recht ich irgendwas anwenden könnte, auch eine weiterführende Beratung/Betreuung ist mir hier lieb, sorgfalt der Schritte entsprechend eben keine Fehler machen ist mein Ziel.

BItte Schreiben Sie mir sofern noch etwas unklar sein sollte, würde sicherlich morgen direkt meine Schritte gehen, wenns was gäbe die dabei Sinn machen.



Gruss aus FFM

03.05.2015 | 22:57

Antwort

von


(94)
Alte Poststraße 22 A
94036 Passau
Tel: 0851-96693915
Tel: 0170-3185417
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich die Rechtslage ohne Einblick in den Arbeitsvertrag nicht abschließend beurteilen kann.
Eine Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Kündigung, d.h. diese wird alleine dadurch wirksam, indem sie Ihnen zugeht. Eine Annahme Ihrerseits ist nicht erforderlich.
Ihr Arbeitgeber kann Sie kündigen, ohne dass Sie die Kündigung annehmen müssen.
Wirksamkeitsvoraussetzung ist zudem, dass die Kündigung vom Aussteller eigenhändig unterschrieben ist, vgl. § 623 BGB . Wenn Sie eine schriftliche Kündigung mit Unterschrift der für die Kündigung zuständigen Person erhalten haben, dann ist die Kündigung grundsätzlich wirksam.
Es ist nicht erforderlich, dass Ihnen die Kündigung per Einschreiben übermittelt wird.
Allerdings hat ein Einschreiben Nachweisfunktion. Der Arbeitgeber kann mit Hilfe des Einschreibens nachweisen, dass er Ihnen die Kündigung übermittelt hat und dass diese Ihnen zugegangen ist, d.h. dass diese in Ihren Machtbereich gelangt ist, so dass Sie davon Kenntnis nehmen konnte. Der Arbeitgeber ist beweispflichtig dafür, dass der Arbeitnehmer die Kündigung auch erhalten hat. Im Umkehrschluss bedeutet dies für Sie, dass Sie natürlich auch behauptet könnten, Sie hätten nie eine Kündigung erhalten. Dann müsste der Arbeitgeber nachweisen, dass Sie eine Kündigung erhalten haben.
Kann er diesen Nachweis nicht liefern, wäre das Arbeitsverhältnis nicht wirksam gekündigt. Einen Nachweis kann der Arbeitgeber nur liefern, wenn er eine dritte Person mit dem Einwurf in Ihren Briefkasten oder mit der Übergabe an Sie beauftragt hat oder wenn er über ein Einschreiben den Zugang nachweisen kann. Kann er dies nicht, würde er in einem Prozess verlieren, da er Ihnen das Gegenteil nicht beweisen kann.
Allerdings weise ich Sie daraufhin, dass Sie vor Gericht im Rahmen eines Zivilprozesses die Wahrheit sagen müssen und die Sachverhalte nicht zu Ihren Gunsten zurechtbiegen dürfen.

Eine ordentliche Kündigung während der Probezeit benötigt grundsätzlich keinen Kündigungsgrund.

Sie teilen nicht mit, ob in dem Betrieb ein Betriebsrat existiert und ob ein Tarifvertrag besteht. Sollte dies der Fall sein, teilen Sie mir dies bitte im Rahmen der Nachfragefunktion mit.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Außerdem gute Besserung!

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Lindner


Rückfrage vom Fragesteller 04.05.2015 | 00:32

Vielen Dank für die eher ernüchternde Antwort, jedoch mir so lieber wie guten Willens an was das so nicht zu gewinnen wäre.

Es handelt sich um folgenden Betrieb http://www.sozpaed-verein.de/main.php?sId=

Tarifvertrag ist vorhanden, Betriebsrat ist mir nicht bekannt wobei ich mir nicht vorstellen kann das es keinen gibt.

Ist mir aber eine Begradigung der Austrittszeit möglich weil dieses scheppe Datum einfach sehr unzuverlässig wirkend aussieht, ich damit sicherlich mehr Erklärungsgrund schaffe als nur sagen zu müssen das man sich eben trennte o.ä?

Das wäre mir wichtig, ich bliebe sonst auf einem Makel besonders gravierenden Ausmaßes sitzen, das nimmt doch zukünftig vorab eine schlechte Meinung von mir vorweg.

Gruss

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.05.2015 | 09:29

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Bei der Kündigung in der Probezeit muss der Arbeitgeber lediglich eine Frist von 2 Wochen einhalten. Es ist dabei nicht erforderlich, dass er zum Monatsende oder zum 15. eines Monats kündigt. Daher sind auch schiefe Daten - wie Sie es nennen - möglich.
Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung ergibt sich nicht, wer Sie gekündigt hat.
Falls Sie von einer unzuständigen Person gekündigt wurden, wäre die Kündigung ebenfalls unwirksam.
Gegen das Ende des Arbeitsverhältnisses während der Probezeit zu einem beliebigen Datum können Sie nichts unternehmen, wenn die Kündigung von der richtigen Person ausgesprochen wurde.
Es gibt allerdings Arbeitnehmer, die - wie ich Ihnen bereits mitgeteilt habe - behaupten, Sie hätten die Kündigung nie erhalten. Kann der Arbeitgeber das Gegenteil nicht beweisen, muss er erneut kündigen. Damit haben diese Arbeitnehmer wieder einige Wochen gewonnen.

Gerne können Sie sich per Email an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Lindner

Bewertung des Fragestellers 11.05.2015 | 03:26

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Nun wurde mir doch tatsächlich der Mythos in Sachen Kündigungsform genommen, dennoch eben auch die Blamage erspart, durch meine Annahme hier sicherlich im Recht zu sein, einen "Formfehler" mir zu nutzen zu machen und dabei total zu versagen :-)

Danke an die Anwältin Dipl. jur. Lindner"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Stefanie Lindner, Dipl.-Jur. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.05.2015
5/5,0

Nun wurde mir doch tatsächlich der Mythos in Sachen Kündigungsform genommen, dennoch eben auch die Blamage erspart, durch meine Annahme hier sicherlich im Recht zu sein, einen "Formfehler" mir zu nutzen zu machen und dabei total zu versagen :-)

Danke an die Anwältin Dipl. jur. Lindner


ANTWORT VON

(94)

Alte Poststraße 22 A
94036 Passau
Tel: 0851-96693915
Tel: 0170-3185417
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht, Strafrecht, Vertragsrecht