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Kündigung während Krankheit aus betrieblichen Gründen

18.06.2010 20:22 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Unser Sohn ist seit 8.6.2010 krank geschrieben. Am 8.6. hatte er Kurzarbeitsfrei, am 9.6. hatte er sich vor Arbeitsbeginn morgens telefonisch krank gemeldet. Am 9.6.2010 erfolgte abends eine stationäre Aufnahme in einer Klinik. Am selben abend habe ich den Arbeitgeber per Fax über die stationäre Aufnahme in einer Klinik informiert. Am Freitag 11.6.2010 war ich persönlich beim Arbeitgeber und habe den Geschäftsführer informiert und dabei die Krankmeldung für 8. + 9.6. vom Hausarzt abgegeben. Am Samstag, 12.6.2010 warf ich abends die Bescheinigung der Klinik im Briefkasten der Firma ein.
Am Dienstag 15.6.2010 erhielten wir per Einschreiben die Kündigung des Arbeitsverhältnisses aus betrieblichen Gründen zum 31.07.10 mit Datum vom 14.6.2010. Die zeitliche Nähe zwischen der Klinikbescheinigung und der Kündigung befremdet uns.
Im Arbeitsvertrag ist eine Kündigungsfrist von 6 Wochen zum Monatsende vereinbart.
Seit ca. einem Jahr wird im Betrieb kurzgearbeitet.
Unser Sohn hat eine Langzeittherapie genehmigt bekommen. Diese wird mindestens 3 Monate, eventuell 6 Monate dauern.
Unsere Frage:
Ist die Kündigung rechtens?

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich ist eine arbeitgeberseitige Kündigung des Arbeitsverhältnisses auch während der Erkrankung des Arbeitnehmers zulässig.

Die Kündigungsfrist (sechs Wochen zum Monatsende) ist gewahrt.


2.

Ob die Kündigung letztlich rechtmäßig ist, hängt davon ab, ob tatsächlich betriebsbedingte Gründe vorliegen, die die Kündigung rechtfertigen können. Dazu sagt der Sachverhalt nichts.


3.

Ihr Sohn kann nunmehr innerhalb von drei Wochen ab Zugang der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben. In dem Arbeitsrechtsprozeß wird zu klären sein, ob sich der Arbeitgeber tatsächlich auf betriebsbedingte Gründe berufen kann.

Deshalb empfehle ich, vor Ort einen Rechtsanwalt aufzusuchen, sofern Ihr Sohn sich gegen die Kündigung zur Wehr setzen möchte.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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