Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung während Krankheit, verschiebt sich die Kündigungsfrist?

12.09.2008 10:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Hallo,
ich bin seit 1 Jahr in einem unbesfristeten Arbeitsverhältnis(Automobilverkäufer im Autohaus) beschäftigt.
Seit ca. 4 Wochen bin ich Krankgeschrieben(Born-Out-Syndrom)und bin noch bis einschließlich 20.09.2008 krankgeschrieben.
Gestern(11.09.2008) kam per Post die 'ordentliche Kündigung' zum 31.10.2008.
Ab heute gewährt mir meine Arbeitgeber sämtlich Urlaubs-und Freizeitansprüche und im Anschluß werde ich freigestellt-bis 31.10.2008..
Fragen:
1. Ist die Kündigung rechtens?
2. Da ich krank bin (und über den 31.10. hinaus,krank bleibe) verschiebt sich die Kündigungsfrist?
3. Bleibt mein Urlaub erhalten, und kann ich vieleicht mit einer Ausgleichszahlung rechnen(wenn ich die anbiete)?
Danke

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Folgendes gilt unter der Voraussetzung, dass das KSchG anwendbar ist. Dies ist der Fall, wenn in Ihrem Betrieb in der Regel mindestens 10 Arbeitnehmer beschäftigt sind.
Ob die Kündigung rechtmäßig ist, kann so nicht beurteilt werden. Hier kommt es entscheidend auf die Begründung an. Enthält die Kündigung keine Begründung, so können Sie diese vom Arbeitgeber fordern. Wird als Begründung die Krankheit angeführt, so ist eine dreistufige Prüfung vorzunehmen:
Zunächst muss eine negative Prognose hinsichtlich des Gesundheitszustandes gegeben sein.
Auf einer zweiten Stufe müssen die betrieblichen Interessen erheblich beeinträchtigt sein (Störungen im Betriebsablauf oder wirtschaftliche Belastungen).
Als letztes ist eine Interessenabwägung vorzunehmen, d.h. die erheblichen Beeinträchtigungen müssen zu einer nicht mehr hinzunehmenden Belastung des Arbeitgebers führen.
Erst wenn alle diese Punkte bejaht werden, kann eine wirksame Kündigung ausgesprochen werden.
Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, so ist die Kündigung unwirksam. Beachten Sie, dass Sie in jedem Fall gegen die Kündigung innerhalb von drei Wochen nach Zugang beim Arbeitsgericht Klage erheben müssen. Danach ist dies nicht mehr möglich.

Die Kündigungsfrist verschiebt sich aufgrund der Krankheit nicht.

Können Sie den Urlaub wegen der Krankheit vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr nehmen, so ist dieser durch den Arbeitgeber abzugelten, es sei denn, sie wären bis zum 31.03. des Folgejahres dauernd erkrankt. In diesem Falle würde Ihr Urlaubsanspruch – und somit auch die ersatzweise eintretende Urlaubsabgeltung – verfallen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2008 | 11:16

Nehmen wir mal an die Kündigung ist aufgrund der fehlenden Gründe unwirksam.
Ist es rechtens dem Arbeitgeber ein Angebot über eine Abfindung zu mmachen und im Gegenzug auf eine Klage-Erhebung zu Verzichten?
Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2008 | 11:38

Sehr geehrter Fragesteller,

ein „Recht auf Abfindung“ sieht das Gesetz grundsätzlich nicht vor. Lediglich im Bereich einer betriebsbedingten Kündigung gibt § 1 a KSchG dem ausscheidenden Arbeitnehmer einen solchen Anspruch. Abgesehen davon basiert jede Abfindung auf einem Vertrag zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer. Sie können also jederzeit dem Arbeitgeber einen solchen Abfindungsvertrag anbieten. Allerdings gibt es hierbei durchaus einige Kniffe und Fallstricke zu beachten – z.B. eine mögliche Sperrfrist durch die Arbeitsagentur. Daher würde ich Ihnen raten, hierbei mit einem Anwalt Ihrer Wahl zusammenzuarbeiten, damit Sie sich nicht selbst einiger Ihrer Rechte beschneiden.

Beachten sollten Sie jedoch die Drei-Wochen-Frist für die Einlegung der Kündigungsschutzklage! Lassen Sie sich also nicht von Ihrem Arbeitgeber hinhalten, sondern drängen Sie wenn dann schnell auf eine schriftliche Einigung!

Sollten Sie weitergehende Hilfe bei dieser Angelegenheit benötigen, stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68332 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Erst anfängliche Schwierigkeiten, am Ende jedoch sehr klar und stets sehr freundlich erklärt. Sehr zu empfehlen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
War verständlich und ausführlich, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
3,8/5,0
Das nächste Mal bevorzuge ich eher eine persönliche Beratung. Das liegt wohl eher an der Plattform, als an der beratenden Person. Aus diesem Grund hat sich für mich jetzt keine Handlungsoption ergeben, bzw. etwas, was ich tun ... ...
FRAGESTELLER