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Kündigung während Erkrankung in der Probezeit mit Freistellung

| 27.11.2018 23:45 |
Preis: 58,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Hallo,

mir wurde fristgerecht in der Probezeit gekündigt. Ich soll die Kündigung, die ich per Boten erhalten habe, unterschreiben. Ich bin schwerer erkrankt und bereits zum Zeitpunkt der Kündigung vier Wochen arbeitsunfähig. Nun steht in der Kündigung folgender Passus: werde ab sofort und unwiderruflich von der Erbringung der Arbeitsleistung gegen Fortzahlung des Entgelts und unter Anrechnung des Urlaubsanspruches freigestellt.
Frage 1: Kann ich während einer längeren Arbeitsunfähigkeit freigestellt werden? Eine Arbeitsunfähigkeit bedeutet ja, dass ich meine Arbeitsleistung nicht erbringen kann, das wäre ja dann doppelt gemoppelt.
Frage 2: Steht mir eine Auszahlung des Urlaubsanspruches bei längerer Arbeitsunfähigkeit zu, d.h. sofern die Arbeitsunfähigkeit bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses andauern sollte?
Bisher habe ich den Erhalt der Kündigung noch nicht bestätigt, da mir die Konsequenzen der sofortigen und unwiderruflichen Freistellung während einer bereits seit vier Wochen anhaltenden Arbeitsunfähigkeit nicht klar sind. Würde den Passus streichen mit dem Hinweis, dass ich ihn als gegenstandslos betrachte wegen der Arbeitsunfähigkeit und dann unterschreiben.
Frage 3: Kann ich das machen?
Eine weitere Beschäftigung kommt auf Anraten meines Arztes ohnehin nicht in Frage.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage , die ich Ihnen wie folgt beantworte:


Frage 1:
"Kann ich während einer längeren Arbeitsunfähigkeit freigestellt werden? Eine Arbeitsunfähigkeit bedeutet ja, dass ich meine Arbeitsleistung nicht erbringen kann, das wäre ja dann doppelt gemoppelt."


Ja, das können Sie grundsätzlich.

Freistellung bedeutet, dass man Sie auch im Falle der vorzeitigen Wiedergenesung nicht vor Ort benötigt. Ihre Arbeitsunfähigkeit (AU) überlagert allerdings die Freistellung und geht dieser ohnehin vor. Solange Sie AU sind, hat die Freistellung daneben keine eigene Bedeutung.

Näheres zur Freistellung finden Sie z.B. anschaulich erläutert unter:

https://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/arbeitsrecht/freistellung


Frage 2:
" Steht mir eine Auszahlung des Urlaubsanspruches bei längerer Arbeitsunfähigkeit zu, d.h. sofern die Arbeitsunfähigkeit bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses andauern sollte?


Ja, dies regelt § 7 IV Bundesurlaubsgesetz, der wie folgt lautet:

Zitat:
Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.




Frage 3:
"Bisher habe ich den Erhalt der Kündigung noch nicht bestätigt, da mir die Konsequenzen der sofortigen und unwiderruflichen Freistellung während einer bereits seit vier Wochen anhaltenden Arbeitsunfähigkeit nicht klar sind. Würde den Passus streichen mit dem Hinweis, dass ich ihn als gegenstandslos betrachte wegen der Arbeitsunfähigkeit und dann unterschreiben.
Frage 3: Kann ich das machen?"


Ob Sie den Erhalt der Kündigung bestätigen oder den Passus streichen ist beides für die Wirksamkeit des Zugangs der Kündigung ohne Belang. Allein entscheidend ist, wann Sie das Schreiben zur Kenntnis nehmen konnten.

Näheres dazu finden Sie z.B. anschaulich erläutert unter: https://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/arbeitsrecht/kuendigungszugang


Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt -

Bewertung des Fragestellers 28.11.2018 | 21:05

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"Sehr schnelle Antwort. Verständlich geantwortet, sodass es ein Laie nachvollziehen kann. Paragraphen mit Zitat verwendet, das ich beim Schreiben an meinen Arbeitgeber verwenden konnte. "
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.11.2018 4,8/5,0
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