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Kündigung während Ausbildung

11.08.2013 15:38 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


18:49

Zusammenfassung:

Kündigung eines Berufsausbildungsverhältnisses

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter hält es in ihrem Ausbildungsbetrieb nicht mehr aus, lange Arbeitszeiten, außerdem wird ihr nicht so viel beigebracht. Sie ist seit 18.7. krankgeschrieben, weil sie Angst hat dort hinzugehen. Mittlerweile hat sie einen neuen Ausbildungsbetrieb gefunden in dem sie ihre Ausbildung zur Mediengestalterin weiter führen kann. Ab. 16.9.13 kann sie dort anfangen. Von der IHK wurde ihr empfohlen einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, was wir aber nicht gemacht haben. Sie hat Urlaub gebucht von 24.8. bis 14.9.13. Bis zum 23.8.13 ist sie noch krank geschrieben. Meine Frage: Es muss doch möglich sein, normal mit einer 4 wöchigen Kündigungsfrist zum 15. September zu kündigen, ohne dass sie nochmals in dieses unzumutbare Arbeitsverhältnis zurück muss. Wir hatten uns bei einer Rechtsanwältin erkundigt, die in der Firma anrief und behauptete meine Tochter wäre schwierig und für den Beruf nicht geeignet. Außerdem solle sie zu einem Psychiater gehen.
Was können wir tun?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

11.08.2013 | 16:08

Antwort

von


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70372 Stuttgart
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Eine Kündigung bzw. ein Aufhebungsvertrag sind weiterhin möglich. Sie sollten hier ebenfalls im Weiteren ärztlichen Rat einholen, was die fortgesetzte Krankschreibung anbelangt.

Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), § 11, muss ein Ausbildungsvertrag mindestens u. a. die Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann, geregelt sein.

Normalerweise gilt nach § 22 - Kündigung -

"(1) Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis jederzeit ohne Einhalten einer Kündigungsfrist gekündigt werden.

(2) Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur gekündigt werden

1.
aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist (bei schwerwiegender Krankheit z. B., was hier medizinisch abzuklären wäre),

2.
von Auszubildenden mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn sie die Berufsausbildung aufgeben oder sich für eine andere Berufstätigkeit ausbilden lassen wollen."

Sie haben dieses daher schon richtig eingeschätzt.

Eines noch, was ggf. hier vorliegen könnte:

§ 23 - Schadensersatz bei vorzeitiger Beendigung:

(1) Wird das Berufsausbildungsverhältnis nach der Probezeit vorzeitig gelöst, so können Ausbildende oder Auszubildende Ersatz des Schadens verlangen, wenn die andere Person den Grund für die Auflösung zu vertreten hat. Dies gilt nicht im Falle des § 22 Abs. 2 Nr. 2 (ordentliche Kündigung, s. o.).

(2) Der Anspruch erlischt, wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird."

Dieses sollten Sie entsprechend prüfen (lassen - durch einen Anwalt Ihrer Wahl).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 11.08.2013 | 16:25

Sehr geehrter Herr Hesterberg,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Habe ich das richtig verstanden: Meine Tochter kann also diese Woche zum 15. September fristgerecht kündigen und ihr drittes Lehrjahr im neuen Betrieb weiterführen. Inclusive des Resturlaubs und angelaufener Überstunden müßte sie dann nicht mehr im Betrieb erscheinen.
Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.08.2013 | 18:49

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ja, dieses ist nach meiner ersten Meinung aller Voraussicht nach derart.

Leider habe ich den Ausbildungsvertrag nicht vorliegen, aber Abweichungen vom Gesetz dürften da sehr wahrscheinlich nicht enthalten sein, weil dieses kaum möglich ist.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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