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Kündigung vom möbliertem Untermietvertrag durch den Vermieter

09.02.2018 18:52 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Hallo,

ein Freund von mir wohnt mit seinem Stiefvater zusammen in einem Haus. Zwischen beiden Parteien wurde ein möblierter Untermietvertrag geschlossen. Heute hat mein Freund dann die Kündigung erhalten.
Die Kündigung wurde am 24.01 geschrieben und per Einschreiben mit Rückschein an meinen Freund geschickt. Er soll die Wohnung zum 28.02. verlassen haben. Er selbst hat die Kündigung/das Einschreiben aber nicht entgegen genommen, sondern der Briefumschlag lag im Haus auf der Treppe.
Das bedeutet für mich im Umkehrschluss, das entweder der Vermieter selber das Einschreiben angenommen haben muss und dann auf die Treppe gelegt hat oder es sich hier nur um ein Einwurf-Einschreiben handelt.
Egal was von beidem der Fall war, ist eine solche Zustellung überhaupt rechtens und wäre damit die Kündigung überhaupt Frist- und Formgerecht bei meinem Freund angekommen bzw. ihm zugestellt worden???


Welche Möglichkeiten gibt es evtl. um das ganze etwas in die Länge zu ziehen, da man in Köln niemals innerhalb von zwei Wochen eine neue Wohnung findet wenn man berufstätig ist und Tagsüber auf Arbeit ist???

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Da hier möblierter Wohnraum im Sinne von Par. 549 Abs. 2 Ziff. 2 BGB vermietet worden ist, gilt der Mieterschutz nur sehr eingeschränkt. Die Kündigungsfrist des Par. 573c Abs. 3 BGB ist hier eingehalten worden.

Die Kündigung muss dem Untermieter aber zugestellt worden sein. Hier könnte auch ein Bote das Schreiben hinterlegt haben, wobei an dieser Stelle nur spekuliert werden kann. Wenn der Untermieter nun die Zustellung bestreiten sollte, muss der Untervermieter den Zugang beweisen. Zeit kann auch dadurch gewonnen werden, sich verklagen zu lassen, da eine Räumung einen vollstreckbaren Titel (in der Regel ein Urteil) voraussetzt und ein Prozess dauert. Alternativ kann ggf. mit dem Untervermieter über eine Ziehfrist verhandelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


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