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Kündigung vom AG wegen Psychiatrische behandlung


02.03.2007 21:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin momentan in Psychiatrische behandlung da ich auf einmal depressionen bekommen habe.

Danach bin ich zu einem Psychater gegangen um mich behandeln zu lassen.
Ich bin der meinung das meine depressionen von meiner momentanen arbeit verursacht worden ist.
Ich bin momentan im Verkauf bei einem großen elektrogeschäft tätig.

Nun schreibt mich der Arzt auch jedes mal krank da ich auch befürchte wenn ich jetzt wieder auf die arbeit gehen würde, das ich diesen streß nicht aushalten würde.

Jedoch möchte ich eines tages wieder in dieses geschäft zurückkehren jedoch habe ich von einem Arbeitskollegen mitbekommen das mein AG mich kündigen will.

Ich bin momentan seid ca. 4 Wochen Krankgeschrieben.

Nun meine Frage:
Geht das so einfach wenn ich Krankgeschrieben bin?

Ich bedanke mich im voraus für Ihre mühe und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen
anonym
02.03.2007 | 22:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Beachten Sie bitte für den Fall einer Kündigung, dass Sie

innerhalb von 3 Wochen

Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen müssten, da andernfalls der Prozeß allein wegen Fristversäumnissen verloren ginge.

Sie mutmaßen, dass der Arbeitgeber auf Grund Ihrer Erkrankung eine Kündigung aus personenbedingten Gründen, nämlich der Erkrankung aussprechen wird.

Im Anwendungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes gilt Folgendes:

( 1 ) Eine Erkrankung, insbesondere auch an Depressionen, ist zwar an sich geeignet eine Kündigung zu begründen.

Die Kündigung wäre jedoch allenfalls gerechtfertigt, wenn weitere Umstände ( 2 - 4 ) diese rechtfertigen:

( 2 ) Es müsste eine negative Prognose erstellt werden können.

Das heißt, dass die Kündigung nur gerechtfertigt wäre, wenn die personenbedingte Kündigung den Arbeitgeber vor zukünftigen Belastungen bewahren soll, weil Sie in Zukunft außerstande sein werden, die Arbeit vertragsgemäß zu leisten.

( 3 ) Außerdem müsste der Arbeitgeber vor Ausspruch der Kündigung prüfen, ob es möglich ist, Sie - gegebenenfalls nach Änderung der Arbeitsbedingungen oder nach zumutbaren Umschulungs - oder Fortbildungsmaßnahmen - auf einem anderen freien Arbeitsplatz weiterzubeschäftigen ( § 1 Abs. 2 Sätze 2 u. 3 KSchG ).

Wenn Sie diesbezüglich Möglichkeiten sehen, so sollten Sie sich bei Zeiten mit dem Arbeitgeber zum Punkt einer anderweitigen Beschäftigungsmöglichkeit unterhalten.

( 4 ) Ein angerufenes Arbeitsgericht würde schließlich im Rahmen einer Interessensabwägung ermitteln, ob die Kündigung angemessen war.

Hierbei wären Ihre Schutzinteressen gegen die betrieblichen und wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers abzuwägen.

Zu berücksichtigen sind alle Umstände, die einen Bezug zum Arbeitsverhältnis haben, insbesondere die Dauer der Betriebszugehörigkeit und der bisherige Verlauf der Beschäftigung. Je länger das Arbeitsverhältnis störungsfrei bestand, desto größer muss das Ausmaß der betrieblich zu tolerierenden Belastung sein.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Gute Besserung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt





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