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Kündigung und Urlaubsanspruch bei längerer Krankheit

29.05.2015 07:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hallo, ich war seit Dezember 2012 durchgängig arbeitsunfähig erkrankt. Meine Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell fiel nach der Aussteuerung bei der Krankenkasse; hatte mich dafür bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Die Wiedereingliederung scheiterte. Danach hatte ich ein Personalgespräch in dem ich in Richtung Kündigung "gedrängt" wurde, was mir nach dem Versuch, wieder dort zu arbeiten, ganz recht war.
Für die Verhandlungen zur Kündigung schaltete ich einen Anwalt ein, der alles regelte, ein Underkto anlegte und nach Abschluß alles auf mein Kto überwies. Nun bekam ich, nach fast einem Jahr Post vom Arbeitsamt: ich hätte gearbeitet-> deshalb unrechtmäßig Leistungen bezogen und Urlaub ausbezahlt bekommen. Auf Nachfrage beim Anwalt sagte er mir dass ich vom Kündigungstag bis zum Kündigungsende eine Lohnfortzahlung ohne Arbeitsleistung bekommen hätte; für mich nicht nachvollziehbar da ich durchgehend arbeitsunfähig war, also keinen Tag arbeitsfähig gewesen bin. Meine Frage dazu: ist dies rechtens, wenn nicht: wie verhalte ich mich dahin gehend? Und: Warum wurde der ausgezahlte Urlaub weder vom Arbeitsamt vorher bearbeitet (hatten sofort die Kündigung vorliegen und wußten von langer Krankheit wegen Aussteuerung bei KK) noch vom ehemaligen AG beim AA gemeldet (diese hatten ein sogenanntes Abtretungsschreiben der Ansprüche vom AA bekommen)? Mich erwarten durch diese, meiner Meinung nach; Unfähigkeiten eine Rückzahlung von 1100,00 Euro; für mich sehr, sehr viel Geld...

29.05.2015 | 10:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Es ist rechtlich durchaus möglich, Lohnfortzahlung trotz Krankheit im Rahmen der Freistellung zu leisten. Dies bringt immer mehr, als die Zahlung des Arbeitsamtes.
Wenn dem so ist, hatten Sie tatsächlich doppelt Bezüge erhalten und müssen das Geld ans Arbeitsamt zurückzahlen.

Nicht genommener Urlaub ist gesetzlich abzugelten. Dies musste der Arbeitgeber auch so gemeldet haben. Warum dies nicht geschah, kann ich auch nicbt erklären. Das Arbeitsamt kann und muss dies nicht von Deswegen prüfen.

Es scheint auf den ersten Blick also zu sei, als ob die Förderung gerechtfertigt ist.

Ohne Prüfung aller Unterlagen kann dies aber nicht abschließend bewertet werden.

Hier sollten Sie auf jeden Fall beim Kollegen nochmals nachfragen und sich auch erklären lassen, wie sich der ausgezahlte Betrag zusammen setzt. Daran kann oben Ausgeführtes dann geprüft werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Stefan Steininger

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