Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung unbefristetes Zeitarbeitsverhältnis vom Arbeitgeber

22.05.2014 05:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich arbeite seit 16.9.2013 bei einem Unternhemen über die Zeitarbeit. Meine Zeitarbeitsfirma ist ein Betrieb mit mehr als 20 Mitarbeitern. Mein Vertrag ist unbefristet und die Probezeit ist abgelaufen. Mein Einsatz beim Entleiher endet nun zum 30.6.2014. Genau zu diesem Zeitpunkt will mich meine Zeitarbeitsfirma kündigen, trotz 28 tägigen Kündigungsfrist, gem. § 622 III BGB .

Ihre Begündung: Ich hätte es schon früher gewusst, dass mein Einsatz am 30.6.14 zu Ende geht und hätte Zeit gehabt zum Suchen und Finden.(Ich habe meine Zeitarbeitsfirma tatsächlich früh (gg. Jan. 2014) auf den Hinweis meines Entleihers per E-Mail über ein voraussichtliches Ende meines Einsatzes zum 30.6.2014 informiert. Es war jedoch nicht ausgeschlossen, dass nach diesem Datum eine Verlängerung geben kann.) Meine Zeitarbeitsfirma hat mich damals beruhigt, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche und sie wird erst Mitte Mai 2014 anfangen, für mich einen Folgeeinsatz zu suchen. Ich habe nach meiner Mitteilung über das evtl. Einsatzende an meine Zeitarbeitsfirma öfters nachgefragt, was mit mir ab 1.7.2014 passieren wird, wenn es keinen Folgeeinsatz gefunden wird.Es folgte keine eindeutige Antwort.

Erst am 21.5.14 habe ich die Information per Telefon erhalten, dass ich voraussichtlich zum 30.6.2014 eine Kündigung erhalten werde, da es aktuell keine Stellen offen sind. Das Kündigungsschreiben liegt mir noch nicht vor. Ich arbeite noch bis 30.6.14 in meinem Entleiherunternehmen und genau zum Einsatzende würde ich gekündigt werden. Wäre so eine Kündigung rechtens? (v.a., wenn es bis 30.5.14 bei mir schriftlich eintrifft?).

Meinen anteiligen Urlaub habe ich bis zu diesem Zeitpunkt (30.6.14) bereits verbraucht. Ich habe angenommen und bereits in der Praxis erlebt, dass ich erst um einen Monat später, also hier zum 31.7.14 gekündigt werde. Die Zeitarbeitsfirma sollte doch für Flauten haften. Gilt die Kündigungsfrist gem. § 622 III BGB , die in meinem Vertrag steht, nicht?
Der zuschlägige Absatz in meinem Arbeitsvertrag lautet: "Bei Begründung/Beendigung des Arbeitsverhältnisses gelten die tariflichen Bestimmungen über Begründung und Beendigung gem. § 9 MTV BZA."

22.05.2014 | 06:28

Antwort

von


(1330)
Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Da bislang noch gar keine schriftliche Kündigung vorliegt, kann hier lediglich geprüft werden, ob Ihnen wirksam zum 30.06.2014 gekündigt werden kann.

Nach Ihrem Arbeitsvertrag und auch nach dem MTV BZA gelten für Kündigungen die gesetzlichen Vorschriften, hier also nach § 622 BGB eine Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats.

Geht Ihnen die schriftliche Kündigung bis zum 30.05.2014 zu, wäre diese Kündigungsfrist eingehalten.

Der Umstand, dass Sie anteiligen Urlaub verbraucht haben, spielt dabei keine Rolle.

In formaler Hinsicht kann Ihnen also durchaus zum 30.06.2014 gekündigt werden.

Ob eine solche Kündigung unter dem Gesichtspunkt der Sozialwidrigkeit, § 1 KSchG wirksam bleiben würde, muss im Einzelfall geprüft werden.

Hier käme es darauf an, ob die Zeitarbeitsfirma tatsächlich einen dauerhaften Wegfall eines für Sie geeigneten Einsatzplatzes darlegen und beweisen kann, vgl. dazu Urteil des Bundesarbeitsgerichtes vom 18.05.2006, Az.: 2 AZR 412/05 .

Sie sollten daher, falls Sie die Kündigung erhalten sollten, diese vor dem Arbeitsgericht innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt anfechten.

Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

(1330)

Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 89519 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Auf Basis der Ausgangssituation haben wir eine konkrete Einschätzung mit möglichen Lösungsvorschlägen erhalten. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Frage wurde ausführlich beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und umfangreiche, schlüssige Beantwortung meiner Fragen. Sehr freundliche Kommunikation. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER