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Kündigung un Freistellung unter Anrechnung des Urlaubs


20.09.2007 21:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hi,

ich habe meine Ausbildung am 15.07.2007 erfolgreich abgeschlossen. Mein Arbeitgeber hat mich ab dem 20.04.2007 unter Anrechnung meines Urlaubs von der Arbeit bis zur bestandenen Abschlußprüfung freigestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch 5 Urlaubstage, je Monat erhalte ich 2 weitere Urlaubstage.

Ab dem 20.04.2007 bis zum 15.07.2007 bin ich vom Arzt außer an den Prüfungstagen krank geschrieben worden.

Mein Ausbildungsgehalt beträgt 520 € brutto im Monat, nach der Ausbildung verdient man in dem Unternehmen ca. 1.200 € brutto.

Habe ich Anspruch auf Urlaubsabgeltung? In welcher Höhe?

Vielen Dank
R.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Grundsätzlich erachtet die Rechtsprechung die Anrechnung von Urlaub auf die bezahlte Freistellung für zulässig, wenn eine entsprechende Regelung vorab getroffen wurde.

Letztendlich führt dies zu einer einseitigen Zuweisung des Urlaubes durch den Arbeitgeber (der der Arbeitnehmer sogar wegen Unzumutbarkeit widersprechen kann – vergl. BAG, Urteil vom 22.09.1992, 9 AZR 483/91).

Nachdem insoweit wegen Krankheit kein Urlaub angefallen ist, bestehen die Urlaubsansprüche weiter.

Insoweit hat das BAG auch entschieden, dass keine Freistellung an die Arbeitsfähigkeit geknüpft ist und damit Entgeltfortzahlungsansprüche wegen Krankheit bestehen (Urteil vom 29. 9. 2004 - 5 AZR 99/ 04).

Damit besteht wohl noch Urlaub in voller Jahreshöhe, der auf Grundlage der bisherigen Vergütung abzugelten wäre.

.
Ich hoffe, Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich in diesem Rahmen nur um eine erste Einschätzung handelt, die durch eine umfassende gutachterliche Prüfung untermauert werden muss. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

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