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Kündigung trotz Krankschreibung


22.08.2007 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Bin jetzt seit 5 Wochen krankgeschrieben, es liegt beim AG noch die Krankschreibung für weitere 2 Wochen vor. Die Krankschreibung wird wohl auch noch verlängert. Jetzt gestern hatte ich die Kündigung im Briefkasten in der Stand der Kündigungsgrund aus "aus betrieblichen Gründen". Muss ich die Kündigung so hinnehmen oder kann ich etwas dagegen unternehmen wenn ja was, was ist mit meinem Urlaubsanspruch habe 10 Tage Urlaub pro Jahr muss er mir diese Bezahlen oder Verfallen die Urlaubstage.
Noch zur Info: das Unternehmen besteht aus dem Chef und mit mir insgesamt 2 Sekretärinnen sowie 18 LKW Fahrer.
Bin seit 10 Monaten dort beschäftigt. Die Kündigung wurde am 18.08.07 geschrieben und tritt zum 16.9.07 ein. Kann man nicht nur zum 15. des Folgemonates bzw. zum Ende des Monats unter einhaltung der Kündigungsfrist von 4 Wochen Kündigen. Bitte helfen Sie mir. DANKE

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Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Kündigung kann entgegen einer landläufigen Auffassung auch während des Zeitraumes einer laufenden Arbeitsunfähigkeit erfolgen. Es sollte aber geprüft werden, ob die durch den Arbeitgeber angegebenen betriebsbedingten Kündigungsgründe tatsächlich vorliegen.

Gegen die Kündigung können Sie sich mit einer Kündigungsschutzklage wehren, die beim zuständigen Arbeitgericht erhoben werden muss. Nach Ihrer Schilderung beschäftigt der Arbeitgeber mehr als zehn Mitarbeiter, so dass das Kündigungsschutzgesetz Anwendung findet. Die Kündigung ist daher nur dann wirksam, wenn sie nach Maßgabe dieses Gesetzes sozial gerechtfertigt ist. Beachten Sie bitte, dass eine Kündigungsschutzklage spätestens drei Wochen nach Zugang der Kündigungserklärung beim Arbeitsgericht eingehen muss, da sonst die Klagefrist abläuft.

Wenn Sie Ihren Urlaub in Natura nicht nehmen können, haben Sie einen Urlaubsabgeltungsanspruch gegen den Arbeitgeber. Bei Arbeitsunfähigkeit braucht dieser allerdings durch den Arbeitgeber nicht erfüllt zu werden, wenn der Arbeitnehmer bei Beendigung und danach bis zum Zeitpunkt des Anspruchsverfalls arbeitsunfähig ist. Ob Sie Urlaubsabgeltung verlangen können, ist daher von der Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit abhängig.

Die Einhaltung der Kündigungsfrist ist nicht davon abhängig, wann die Kündigung geschrieben wurde, sondern wann Ihnen die Kündigung zugegangen ist. Ist der Zugang nach dem 18.08.2007 erfolgt, ist die Vier-Wochen-Frist nicht gewahrt. Die Kündigung gilt dann zum 30.09.2007.

Abschließend empfehle ich Ihnen, sich der Hilfe eines Anwaltes vor Ort zu bedienen und hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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