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Kündigung rechtens?


29.03.2006 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Ich wohne seit 4 Jahren in einem Haus mit 2 Mietparteien, die dritte Wohnung wird seit Oktober 2005 bewohnt. Vermieter möchte das Haus seit Oktober verkaufen.
Ich bekam am 9.1.2006 eine Abmahnung wegen Nichteinhaltung der Ruhezeiten und lauter Treppenbenutzung (seiner Meinung nach soll ich die Schuhe erst draussen anziehen) Diese habe ich zurückgewiesen, da ich sie als ungerechtfertigt ansehe. Ich muss das Haus um 6.45 verlassen, da ich zur Arbeit fahre. Ich gehe das Treppenhaus leise hinunter, schliesse die Tür mit dem Schlüssel und so weiter. Ich komme mittags wieder heim, arbeite dann daheim ohne jegliche Beschallung. Höre kein Radio, stelle den Fernseher leise, habe kaum Besuch. Gehe unter der Woche um 19.45 nochmal mit meinem Hund raus.
Es hat sich noch niemand jemals über irgendwelchen Lärm beschwert. Habe auch die Miete immer überwiesen, noch nie irgendwelche Probleme gemacht.
Ist eine Kündigung zum 30.06. seitens des Vermieters berechtigt und durchführbar? Ich kann ja nichts ändern, da ich wirklich keinen Lärm mache. Der Vermieter zählt auch keine genauen Daten oder Zeiten auf, in denen dies geschehen sein soll. Meiner Meinung nach möchte er mich aus der Wohnung haben um das Haus leichter verkaufen zu können.
Wie soll ich mich verhalten?
Mit freundlichem Gruss
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrer Schilderung ist nicht klar, ob Sie bereits eine Kündigung erhalten haben - sie erwähnen konkret nur die Abmahnung vom 9. Januar.

Haben Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie ihr anwaltlich widersprechen. Ein Kündigungsgrund ist nach Ihrer Schilderung jedenfalls nicht ersichtlich. Auch eine fristgerechte Kündigung des Vermieters bedarf eines berechtigten Interesses, welches bei einer dauernden und zuvor abgemahnten Vertragsverletzung von einiger Bedeutung gegeben sein kann - indes kann ich eine solche Vertragsverletzung in Ihrem Fall nicht annähernd erkennen.

Im Übrigen müsste die Ihnen vorgeworfene Vertragsverletzung auch konkret dargestellt werden, damit Sie prüfen können, ob es Sinn macht, sich gegen die Kündigung zu verteidigen. All dies scheint nicht geschehen zu sein, so daß ich die Kündigung, sofern Sie bereits eine erhalten haben, unwirksam sein dürfte.

Gleichwohl sollten Sie sie konkret anwaltlich prüfen lassen, um "auf Nummer Sicher" zu gehen. Unter Umständen ist ein Widerspruch sinnvoll. Da eine unberechtigte Kündigung einen Schadensersatzanspruch begründen kann, bestünde auch die Möglichkeit, dem Vermieter die Kosten der anwaltlichen Inanspruchnahme "aufzubrummen".

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




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Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
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