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Kündigung per Fax wirksam?


30.10.2005 19:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am heutigen Tage eine feste zusage für einen neuen Arbeitsplatz bekommen den ich am 01.12.05 antreten kann. Damit die Kündigung fristgerecht erfolgt, müsste ich am Montag dem 31. (also morgen) die Kündigung bei meinem Arbeitgeber schriftlich einreichen. Dies ist aber kurzfristig nicht möglich da die Gesellschaft ihren Sitz in Hannover hat und ich als Monteur in Schleswig-Holstein arbeite und bereits Aufträge für den morgigen Tag vorliegen habe. Telefonisch wurde die Kündigung von dem zuständigen Herrn der Firma am heutigen Tage bereits angenommen. Nun ist meine Frage ob in diesem Fall auch eine schriftliche Kündigung per Fax rechtens ist. Desweiteren hab ich noch 21 Tage Resturlaub. Diesen Urlaub will ich am 02.11. antreten. Kann die Firma von mir verlangen mich mit einer Auszahlung des Urlaubsanspruches einverstanden zu erklären? Die Firma verfügt über keine ausreichenden Aufträge in meinem Arbeitsbereich mehr (durch den Wegfall von Wartungsverträgen), aber in dem Bereich des Hauptsitzes, für den normalerweise andere Monteure zuständig sind, gibt es noch genügend Aufträge.
Vielen Danke für Ihre Antwort.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses muss schriftlich erfolgen (§ 623 BGB). Da dem Fax oder einer EMail die Original-Unterschrift fehlt, genügen diese nach der st. Rechtsprechung des BAG nicht den gesetzlichen Bestimmungen.

Allerdings könnte dem Arbeitgeber die Berufung auf das fehlende Schriftformerfordernis nach Treu und Glauben abgeschnitten und verwirkt sein, wenn man die Kündigung ausdrücklich akzeptiert. Sicherheitshalber müssen Sie einen Zugang der Originalkündigung während der Geschäftszeiten morgen noch bewirken.

Urlaub ist grundsätzlich in Natura zu gewähren. Dem Urlaubswunsch kann nur aus betrieblichen Gründen entgegengetreten werden. Die Abgeltung in Geld ist nachrangig! Grundsätzlich sollten Sie den Urlaub beanspruchen und auf dessen Gewährung bestehen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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