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Kündigung ohne Kündigungsschreiben


| 09.02.2007 01:23 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe seit 15/03/06 als Koch gearbeitet. Im Dezember hiess es, das Restaurant wird renoviert und würde in der ersten Januarwoche wieder aufmachen. Ich habe dies als Anlass für Urlaub genommen. Anfang Januar war das Restaurant imer noch zu, ich wurde immer auf später vertröstet. Mitte Januar wollte ich wissen was nun los sei und da hiess, sie hätten vergessen mir zum 31. Dezember zukündigen. Ich habe dann gesagt, dass das nicht so ginge und wie das denn mit meinem Gehalt wäre. Die Antwort war, dass mir nichts zustände, da ich ja nicht arbeite.
Nach langer Diskussion haben Sie mir eine gleichwertige Stelle woanders angeboten, als ich dann dort war gab es aber keinen Platz für mich. Ich sagte dann, dass ich es satt hätte. Dieser Satz wurde als Kündigung meinerseits interpretiert.
Ich war jetzt mehrmals im Büro der Buchhalterin, die mir sagte, das ich gekündigt hätte unter Zeugen und dass Sie mir nur meinen Resturlaub auszahlen könnte (ich habe nicht gekündigt).
Jetzt habe ich am 03/02 einen Brief bekommen mit der Abmeldung zum 31/01 ohne Kündigungsschreiben und eine Gehaltsabrechnung mit dem Resturlaub aber ohne Januargehalt und mit falschem Ein und Austrittsdatum. Das Geld habe ich aber bis jetzt immer noch nicht bekommen.
Da ich mir gedacht habe, dass da irgendwas faul ist, habe ich seit 01/02 eine neue Anstellung.
Meine Frage ist jetzt lohnt es sich zum Arbeitsgericht zu gehen um meinen Arbeitgeber zu verklagen, damit er mir mein Januargehalt + Urlaub auszahlt? ( das würde ca 1100 Euro netto machen)
Mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrte Ratsuchende,


Ihr Arbeitgeber kann sich jedenfalls nicht auf eine angebliche Kündigung Ihrerseits berufen, da diese gemäß § 623 BGB zu ihrer Wirksamkeit in schriftlicher Form hätte erfolgen müssen. Dementsprechend hätten Sie sogar einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung.

Was den Januarlohn (inklusive des auf den Urlaub entfallenden Teils) betrifft, so werden Sie nach den von Ihnen gegebenen Informationen Verzugslohn nach § 615 BGB geltend machen können. Denn Sie haben Ihre Arbeitsleistung trotz der zwischenzeitlichen Urlaubsgewährung als solche weiterhin angeboten, und der Arbeitgeber befindet sich damit im Verzug der Annahme Ihrer Dienste.

Ohne die weiteren Einzelheiten des Falles zu kennen, die möglicherweise eine andere rechtliche Beurteilung rechtfertigen, halte ich die Erfolgsaussichten einer Klage aus Ihrer Sicht durchaus für günstig.
Es ist allerdings zu empfehlen, den Sachverhalt vorab durch einen Rechtsanwalt vor Ort noch einmal genauer überprüfen zu lassen. Möglicherweise stehen Ihnen Lohnansprüche aus dem nicht aufgelösten Arbeitsverhältnis sogar noch über die Zeit nach dem 31.01.2007 hinaus zu, sofern Sie in der Zwischenzeit nicht anderweitige Verdienste erzielen oder erzielen könnten.


Ich hoffe, meine Ausführungen reichen Ihnen als erste Orientierung – andernfalls benützen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.02.2007 | 02:20

Da ich mir seit 01/02 eine neue Anstellung gesucht habe erwarte ich keine weiteren Lohnansprüche. Ich würde gerne nur mein Januargehalt + Resturlaub einklagen. Da mein Arbeitgeber mich einfach zum 31/01 abgemeldet hat, gilt das als Kündigung?
Da die Erfolgsaussichten für eine Klage günstig sind würde ich gerne wissen wieviel Kosten (Anwalt+Prozess) ungefähr aufmichzukommen könnten, da das Eingeklagte Gehalt nur 1100 netto wären.Lohnt sich das? Wenn ich vor Gericht gewinne übernimmt der Verklagte die Kosten?
Mit freundlichen Grüssen und Danke für die schnelle Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.02.2007 | 02:35

Sehr geehrte Ratsuchende,

Die nachträgliche Abmeldung des Arbeitgebers kann auf gar keinen Fall als Kündigung zum 31.12.2006 gewertet werden. Hier fehlt es schon an einer Ihnen gegenüber erklärten Willenserklärung, die auf die Auflösung des Arbeitsverhältnisses gerichtet ist. Vor allem aber muss der Arbeitgeber die Kündigungsfristen einhalten, was hier nicht geschehen ist.

Leider sind im Arbeitsgerichtsprozess (anders als im „normalen“ zivilgerichtlichen Verfahren) die eigenen Anwaltskosten nicht von der Gegenseite zu erstatten, wenn Sie gewinnen, sondern nur die Gerichtskosten.

Bei dem vorliegenden Streitwert kommen auf Sie Gerichtskosten in Höhe von € 90 zu, wenn Sie verlieren, sowie gegebenenfalls € 276,68 Anwaltskosten (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer).

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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