Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung ohne Angabe von Grund rechtens

18.05.2013 06:02 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Guten Tag,

ich hatte einen befristeten Arbeitsvertrag (März 2012-November 2013)
6 Monate Probezeit, welche bereits vergangen sind.

Mitte März 2013 erkrankte ich und erhielt innerhalb meines Krankenstandes die Kündigung von meinem Arbeitgeber zum 31.05.2013, ohne Angabe von Gründen und mit sofortiger Freistellung vom Arbeitsverhältnis mit Lohnfortzahlung.

Unterliege ich einem Irrtum dass eigentlich ein Grund genannt werden muss?
Zumal mein Ex-Arbeitgeber nun genau für meine Stelle wieder jemanden sucht?

Kann ich dagegen vorgehen? (Arbeitsgericht, Klage auf Wiedereinstellung, Abfindung?)

Herzlichen Dank

P.S. im Übrigen ist nichts vorgefallen was eine Kündigung rechtfertigen würde, außer dass ich krank war.....


-- Einsatz geändert am 18.05.2013 06:05:30

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Sie eine ordentliche Kündigung erhalten haben.

Ein befristetes Arbeitsverhältnis ist grundsätzlich gemäß § 15 Abs. 3 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) nicht ordentlich kündbar. Dies ist nur dann möglich, wenn der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer die ordentliche Kündigung im Arbeitsvertrag vereinbart haben.

Sollte dies vorliegend der Fall sein, kann der Arbeitgeber unter Einhaltung der vertraglichen bzw. gesetzlichen Frist kündigen.

Das Gesetz schreibt nicht zwingend vor, dass die Kündigung im Kündigungsschreiben begründet sein muss.

Der Umstand der Erkrankung hat keine Auswirkung auf die Zulässigkeit der Kündigung. Es darf grundsätzlich während der Krankheit gekündigt werden.

Unabhängig davon hat der Arbeitgeber auf Aufforderung hin, eine Begründung für die Kündigung abzugeben.

Soweit vorliegend das Kündigungsschutzgesetz greift, kann die Kündigung einer arbeitsgerichtlichen Prüfung unterzogen werden.

Die Kündigung muss dann nämlich etweder betrieblich, personen- oder verhaltensbedingt sein. Zudem muss Sie sozial gerechtfertigt sein.

Liegen die Voraussetzungen nicht vor, ist die Kündigung unwirksam und es besteht ein Anspruch auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses.

Um dies zu erreichen ist Kündigungsschutzklage vor dem zuständigen Arbeitsgericht zu erheben. Die Klagefrist beträgt allerdings drei Wochen ab Zugang der Kündigung.

Im Zuge des arbeitsgerichtlichen Kündigungsschutzverfahren kann dann auch meist eine Abfindung ausgehandelt werden, wenn auf beiden Seiten kein Interesse an der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses besteht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.05.2013 | 09:18

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Es ist in der Tat eine Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag vereinbart.

Ich wohne in Frankreich, arbeitete in Deutschland und die Kündigung ist datiert vom 26.04.2013, allerdings habe ich sie selbst erst später vorgefunden, da ich krankheitsbedingt nicht zu Hause war.

Habe ich hier ggf. die Möglichkeit dennoch Klage einzureichen?
Geht ich einfach mit den Unterlagen zum Arbeitsgericht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.05.2013 | 09:28

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

für die Berechnung der Kündigungsfrist kommt es auf den Zugang und die Kenntnisnahme der Kündigung an.

Für den Zugang ist der Arbeitgeber beweispflichtig.

Wenn Sie sofort am Dienstag, den 21.05.2013 die Klage beim Arbeitsgericht erheben, sind Sie noch rechtzeitig.

Sie gehen dort zur Rechtsantragsstelle des Arbeitsgerichts mit Ihren Unterlagen. Man wird Ihnen bei der Formulierung der Anträge behilflich sein.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70508 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kurze, knackige Antwort - vielen Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wilking hat meine Frage zu 100% beantwortet und auch die Rückfrage noch bearbeitet. Was ich vor allem toll fand, dass dies alles innerhalb von zwei Stunden passierte und jetzt kommt es: An einem Sonntag! Herr Wilking, vielen ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super Anwalt, jederzeit wieder! ...
FRAGESTELLER