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Kündigung oder Zustimmung zum Teilzeitvertrag, aber 40 Stunden arbeiten

31.10.2010 21:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo,
am Freitag habe ich von meinem Chef ein Schreiben übergeben bekommen, in dem mir aus betrieblichen Gründen zum 30.11. gekündigt wird. Gleichzeitig das Angebot, ich solle 20 Stunden die Woche arbeiten, allerdings mich schriftlich verpflichten, 40 Stunden der Firma zur Verfügung zu stehen.
Unsere Überstundenregelung hat in der Vergangenheit oft zu Ärger geführt, denn die Arbeit muss gemacht werden und wenn Überstunden anfallen, müssen diese geleistet werden. Falls ein Arbeitnehmer allerdings diese Stunden nicht im Monat abfeiern kann (weil z.B. zu viel zu tun ist), dann verfallen die Überstunden.
Ich bin alleinerziehende Mutter und habe mein Leben lang einen Vollzeitjob ausgeübt, damit ich meine Tochter ernähren kann. Ich kann es mir finanziell gar nicht erlauben, nur halbe Tage zu arbeiten.
Außerdem bin ich mir sicher, dass mein Arbeitgeber mir ein unseriöses Angebot unterbreitet hat, denn er will anscheinend nur, dass ich für das halbe Geld arbeite und die Arbeit leiste. (in einer anderen Zeitspanne kann man die Tätigkeiten nicht erfüllen).
Seit letztem Jahr arbeitet die Firma mit Kurzarbeit. Die Arbeiter arbeiten 32 Stunden (8 Stunden wird vom Arbeitsamt getragen), sie müssen aber dennoch 40 und mehr Stunden in der Firma bleiben und arbeiten. Für mich ist dies schon nicht in Ordnung und ich finde es als ........
Ich musste ein Schreiben unterzeichnen, dass ich die Kündigung und das Neuangebot erhalten habe. Ich habe mich aber gewundert, dass dort noch meine uralte Anschrift draufsteht und nicht die richtige.
Welche Chancen hätte ich, wenn ich zum Anwalt gehe?
Müssen nicht erstmal die Überstunden der Kollegen verboten und untersagt werden, wenn man jemanden wegen "nicht genügend Arbeit" kündigen will?
Darf ein Arbeitgeber den Passus integrieren, dass man als Teilzeitkraft von 20 Stunden, dem Betrieb 40 Stunden die Woche zur Verfügung stehen muss???
Ich bin einfach nur entsetzt, von diesen Machenschaften der Betriebe. Hier wird das Personal eingeschüchtert und sogar noch die Kurzarbeiterkasse zur kasse gebeten, obwohl die Leute arbeiten.
Was soll ich tun?

Sehr geehrte Ratsuchende,


die Antwort haben Sie letztlich selbst schon gegeben: Gehen Sie mit anwaltlicher Hilfe gegen die Kündigung und das Verhalten des Arbeitgebers vor.


Denn es ist sicherlich nichts von dem hinnehmbar, was Sie hier schildern. Weder der Verlust der Überstunden, noch die "Aufforderung" der Bereitschaft ist hinnehmnbar; erst recht nicht unter dem Gesichtspunkt der angemeldeten Kurzarbeit.


Ihre Chancen stehen also sehr gut, so dass Sie sich wehren sollten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2010 | 18:51

Sehr geehrter Herr Bohle,
herzlichen Dank für Ihre Beantwortung. Könnten Sie mir bitte noch mitteilen, ob ich einen Anspruch darauf habe, meine Urlaubstage noch nehmen zu dürfen oder ob mein Arbeitgeber sagen kann: "wegen zuviel Arbeit müssen Sie bis zum letzten Tag arbeiten und die noch vorhandenen 15 Urlaubstage zahlen wir aus".
Muss ich das akzeptieren?
Herzlichen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2010 | 20:00

Sehr geehrte Ratsuchende,


zwar steht Ihnen der Urlaubsanspruch zu, aber nach § 7 BUrlG sind Ihre Urlaubswünsche dann nicht zu berücksichtigen, wenn dringende betriebliche Belange auch unter sozialen Gesichtspunkten dem entgegenstehen.

Allerdings obliegt dem Arbeitgeber dabei eine gesteigerte Darlegungspflicht und er muss auch darlegen können, warum die Urlaubszeit nicht aufgefangen werden könnte. Und daran habe ich nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung gerade in Hinblick auf die gesetzeswidrige Zeitregelung in Bezug auf die Kurzarbeit Zweifel, so dass Sie dieses also nicht akzeptieren sollten.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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