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Kündigung nach der Elternzeit & Abfindung

03.07.2012 23:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Andrea Nordmann


Sehr geehrte Damen und Herren,
folgender Sachverhalt stellt sich dar:
35jährige AN, 11 Jahre Betriebszugehörigkeit bei einer AG mit über 10000 Mitarbeitern, das dritte Jahr in Elternzeit, Ende der Elternzeit 08/12, davor 70% Teilzeit gearbeitet, da schon ein Kind Zuhause.
Bereits im 01/2011 habe ich den Wunsch schriftlich geäußert im August/2011 zurückzukommen, wurde dann aber aus betrieblichen Gründen gebeten, meine Elternzeit auf 3 Jahre zu verlängern. (Die obligatorische Frage ob ich kein 3. Kinder wollen würde, wurde natürlich auch in den Raum geworfen).
Hab also auf drei Jahre verlängert. Die Firma wollte jedoch eine gewisse Flexibilität und hat mich gebeten, mein Kind schon in einer Kita anzumelden, damit ich "Abruf" bereitstehen könne. Wurde aber kein Job gefunden.

Ich habe volle Flexibilität in meiner zukünftigen Tätigkeit gezeigt, d.h. mir waren sowohl der Titel als auch die Tätigkeit an sich eigentlich egal.

Jetzt wäre also in sechs Wochen meine Rückkehr in die Firma, es gibt aber angeblich keinen Job, obwohl ich wieder 70% arbeiten würde (also genau wie vor meiner EZ).

Die "Verhandlungen" und GEspräche laufen und ich möchte einfach wissen, wie meine Rechte hier sind.

Laut PErsonalchefin möchte die Firma eine Abfindung zahlen, die ist rechtlich geklärt, jedoch auch geringfügig verhandelbar. Wie sieht es mit der Kündigungsfrist im Falle einer Abfindung aus? Bleibt dann ein "ruhendes"Arbeitsverhältnis bestehen bis zum Ende der Kündigungsfrist und ist dieses bezahlt?

Wie ist denn der Sachverhalt zusätzlich, wenn ich ein konkretes Jobangebot einer anderer Firma, die mich gerne übernommen hätte, aufgrund der Rückkehr in mein altes Arbeitsverhältnis ausgeschlagen habe? Kann hier rechtlich noch was geltend gemacht werden?

Es ist spannend und ich bin sehr dankbar für konkrete Angaben, wie ich mich hier am besten zu verhalten habe.

Eine gerichtliche Vorgehensweise möchte ich ausschließen. Ich möchte mich nicht in die Firma zurückklagen.

DANKE im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Aus Ihrer Schilderung geht nicht hervor, ob über eine Kündigung und deren weitere Abwicklung oder einen Aufhebungsvertrag verhandelt wird.

Für den Fall der Kündigung gilt, dass diese von Ihrem Arbeitgeber erst nach Ihrer Rückkehr ins Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist ausgesprochen werden kann. Sie würden also im August zunächst die Arbeit wieder aufnehmen und würden dann sogleich gekündigt werden. Die gesetzliche Kündigungsfrist bei Ihrer Betriebszugehörigkeit beträgt vier Monate zum Monatsende. Ob eventuell längere vertragliche Fristen bestehen, ist mir nicht bekannt. Für die Dauer der Kündigungsfrist müßten Sie selbstverständlich weiter bezahlt werden. Eventuell stellt Ihr Arbeitgeber Sie (weil ja angeblich keine Stelle für Sie vorhanden ist) von der Arbeit frei. Der Lohnanspruch besteht dann aber trotzdem weiter.

Wenn die Kündigung als betriebsbedingte Kündigung benannt ist, bestehen auch keine Probleme, bereits in der Kündigung eine Abfindung zuzusichern. Diese beträgt dann 1/2 Bruttogehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit.

Sollten Sie über einen Aufhebungsvertrag verhandeln, stellt sich die Situation etwas anders dar. In einem solchen Vertrag kann der Zeitpunkt der Beendigung und die Höhe der Abfindung frei verhandelt werden. Es wäre daher auch ein kurzfristiges Ausscheiden möglich. Ich weise allerdings darauf hin, dass Sie hier Probleme mit der Agentur für Arbeit haben werden, wenn Sie sich arbeitssuchend melden und Arbeitslosengeld beantragen wollen. Zum einen droht eine Sperrzeit wegen Aufgabe der Arbeit. Zum anderen wird, wenn das Arbeitsverhältnis früher endet, als es bei Einhaltung der Kündigungsfristen geendet hätte, die Abfindung zumindest teilweise auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Dieser Schritt wäre daher sorgfältig zu überlegen.

Wenn Sie ein anderen Jobangebot ausgeschlagen haben, weil Sie an eine Rückkehr in Ihr altes Arbeitsverhältnis geglaubt haben, können Sie hieraus keine Ansprüche gegen Ihren Arbeitgeber herleiten. Dies gehört zum allgemeinen Lebensrisiko.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Nordmann, Rechtsanwältin

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