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Kündigung nach Elternzeit und Anspruch auf ALG I

16.02.2021 11:09 |
Preis: 60,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Arbeitslosengeld nach Elternzeit, Reduzierung der Arbeitszeit in der Elternzeit

Zur meiner Situation:

Ich bin aktuell schwanger und am 10. März 2021 beginnt mein Mutterschutz. Zuvor arbeitete ich Teilzeit (18 Stunden/Woche), als Verkäuferin. Aufgrund der Corona-Pandemie bin ich seit dem 01.10.20 im Beschäftigungsverbot. Der errechnete Geburtstermin ist am 21.04.21. Ich plane bis zum 30.09.22 in Elternzeit zu gehen. Ab dem 01.05.22 werde ich wieder in verringerter Teilzeit (10 Stunden/Woche) in Elternzeit arbeiten. Ab dem 01.10.22 endet die Elternzeit und ich arbeite wieder in Teilzeit mit 18 Stunden/Woche.

Übersicht:

Angestellt seit 01.05.2019 (10 Stunden/Woche)
ab 01.01.2020 (18 Stunden /Woche)
ab 18.03. bis 31.08.20 Kurzarbeit „Null"
ab 01.10.20 Betriebliches Beschäftigungsverbot
ab 10.03.21 Mutterschutz bis 16.06.21
ab 17.06.21 bis 30.09.22 Elternzeit

Nun zu meinem Anliegen:

Ich befürchte, dass ich direkt nach dem Ende meiner Elternzeit eine betriebsbedingte Kündigung erhalten könnte. Nun möchte ich gerne vorab wissen, ob ich in diesem Fall Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben werde und ob es aufgrund meines pauschalen Nettogehalts oder dem fiktiven Arbeitsentgeld berechnet wird. Nach meiner Berechnung komme ich im Bemessungszeitraum auf 159 Anwartschaftstage und müsste somit ALG I berechnet aufgrund meines pauschalen Nettolohns erhalten. Sehe ich das richtig, oder greift diese Regelung für mich nicht, da ich nur eine Teilzeitanstellung hatte?

Vielen Dank!

16.02.2021 | 12:20

Antwort

von


(119)
Lüningsweg 6
33719 Bielefeld
Tel: 0521 5602341
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hinsichtlich der Frage ob Sie nach der Beendigung der Elternzeit und einer eventuell anstehende Kündigung durch den Arbeitgeber einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, kann ich Ihnen eindeutig mitteilen, dass dieses der Fall ist.

Für den Anspruch auf Arbeitslosengeld müssen Sie nach der Regelung des § 142 Sozialgesetzbuch (SGB) III vor Beginn der Arbeitslosigkeit mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis gestanden haben. Dieses ist bei Ihnen allein durch die beantragte Elternzeit zu bejahen. In dieser sind Sie bis zum 3 Lebensjahrs Ihres Kindes durch eine gesetzliche Pflichtversicherung in einem Versicherungspflichtverhältnis.

Die Frage, ob Sie jedoch Arbeitslosengeld nach einer fiktiven Berechnung oder nach dem zuletzt erwirtschafteten Arbeitsentgelt bekommen, ist ein wenig schwieriger zu beantworten.

Der Zeitraum der reduzierten Teilzeitbeschäftigung (10 Std.) vom 01.05.2022 bis zum 01.10.2022 darf aufgrund der Regelung des § 150 Abs. 2 SGB III nicht für die Höhe des Arbeitslosengeldes berücksichtigt werden, da Sie ein Kind unter drei Jahren erzogen haben und Ihre durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit aufgrund der Erziehung und Betreuung des Kindes reduziert haben.

Dieses führt zu einer Verschiebung des Zeitraumes der für die Bemessung des Arbeitslosengelds auf den Zeitraum vor der Geburt Ihres Kindes. Daher wird voraussichtlich der Zeitraum zwischen März 2020 und der Geburt des Kindes dann für die Höhe des Arbeitslosengeldes berücksichtigt. Dieses wird dann nach der bisherigen Arbeitszeit von 18 Std. vorgenommen. Auch die Zeiten des Bezuges von Kurzarbeitergeld sind hier voll zu berücksichtigen und somit kommen Sie auf mindestens 150 Tage mit Arbeitsentgelt. Sie werden also auch durch eine eventuell eintretende Reduzierung der Arbeitszeit in der Elternzeit keine Nachteile hinsichtlich der Höhe des Arbeitslosengeld befürchten müssen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Pierre Aust
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Pierre Aust

ANTWORT VON

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