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Kündigung nach Beendigung Azubizeit - Wiedereinstellung?


11.11.2006 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Vorweg:

Azubi (ich) -> Chef A (mein direkter Vorgesetzter und Chef) -> Chef B (steht über Chef A und Niederlassungsleiter meherer Standorten)

Ich habe eine Lehre zur Speditionskauffrau in einem großen Unternehmen (mit mehreren Standorten in Deutschland vertreten) absolviert und beendet im Juli diesen Jahres. Mein Chef A hatte sich für eine Übernahme eingesetzt. Chef B aber lehnte ab mit Begründung Geld-/Kapitalmangel (man sagt auch, das liebe Geld fehlt).
Wissen tue ich aber aus eigener Erfahrung das genug Aufträge existierten und auch keiner davon gekündigt werden sollte, im Gegenteil.

Nun habe ich aus eigenen Recherchen (da ja auf Suche nach Arbeitsplatz) erfahren, dass eine andere Niederlassung eine Stelle als Speditionskauffrau anbietet, wo Chef B auch N.leiter ist. Ich kenne auch die Leute (zumind. telefonisch) dort und wüßte nicht, dass dort jemand gekündigt worden ist oder jemand gegangen ist.

Im letzten halben Jahr meiner Ausbildung hatte ich auch den Eindruck das Chef B mir gegenüber immer zurückweisender wurde. Beispiel: Er stellte einen Praktikanten den Kollegen vor, er gab allen einen Händedruck, ich stand natürlich, wie es sich gehört, vom Stuhl auf um ihn auch zu begrüßen, nein ich wurde erfolgreich von ihm ignoriert. Wohlgemerkt er stand neben mir und mußte an mir vorbei um die anderen zu begrüßen.

Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck das ich aus pers. Gründen seinerseits (Chef B) nicht übernommen wurde, wohl auch das er männliche Praktikanten / Azubis begrüßte.

Es ist einfach nicht gerecht in meinen Augen. Könnte ich den unter diesen Umständen eine Wiedereinstellung erwirken?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

1. Ich kann Ihre Enttäuschung verstehen, wenn Sie den Eindruck haben, Sie seien aus persönlichen Gründen nicht übernommen worden. Leider verhält es sich aber so, dass es einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbeschäftigung nicht gibt. Solange also der Niederlassungsleiter (Chef B) Personalhoheit hat, hängt es von ihm ab, wenn er weiterbeschäftigt und wen nicht.

2. Ein Anspruch aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz besteht auch nicht, da Sie eben gerade nicht in einem Arbeitsverhältnis stehen, sondern ein solches haben möchten.

3. Denkbar wäre ein Anspruch, wenn Sie nachweisen könnten, dass Sie nur deshalb nicht eingestellt wurden, weil Sie eine Frau sind. Die Chancen hiefür stehen jedoch aus meiner Erfahrung sehr schlecht, da es zum einen nun einmal Angelegenheit des jeweiligen Betriebes ist, wen er einstellt und zum anderen, weil der Nachweis, dass hier eine Diskriminierung vorliegt, kaum zu erbringen sein dürfte. Es gibt, wie gesagt, leider keinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung.

Dazu kommt die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie nicht viel Freude an einer Stelle haben dürften, die Sie über einen solchen Anspruch eingeklagt hätten.

4. Mein Rat wäre daher, sich um ein möglichst positives Abschlusszeugnis bei Chef A zu bemühen. Mit diesem stünden Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zumindest von der Ausgangslage her am besten.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Auskunft geben konnte.

Dennoch hoffe ich, dass meine Antwort Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben konnten und wünsche Ihnen viel Erfolg für die Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt
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