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Kündigung möglich, da langjährige Mieterin in 2erWG Mitbewohner vergrault?

| 26.09.2012 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


18:24

Die Mieterin bewohnt seit 9 Jahren ein Zimmer der 2-Zimmer-Wohnung. In dieser Zeit kündigten immer wieder Mitbewohner des anderen Zimmers, da das Zusammenleben mit ihr unerträglich sei. Die letzte Mieterin hielt es gerade 3 Monate aus. Den Mietvertrag haben beide Parteien unterschrieben, die schwierige Person ist also nicht Hauptmieterin der Wohnung.

Ich bin den Ärger und die zusätzlichen Kosten für die Verwaltung, die sich um die Vermietung kümmert, ziemlich leid und würde am liebsten der schwierigen Mieterin kündigen. Habe ich eine Chance auf eine erfolgversprechende Kündigung und falls ja, wie müsste ich vorgehen?

26.09.2012 | 17:57

Antwort

von


(579)
Heinz-Fangman-Str. 2
42287 Wuppertal
Tel: 0202 76988091
Web: http://www.kanzlei-scheibeler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Wenn ich es richtig verstehe, dann haben Sie mit jeweils mit beiden Mietern einen einheitlichen Mietvertrag über die gesamte Wohnung geschlossen. Die beiden Mieter sind also gleichberechtigte Mitmieter wie z.B. ein Ehepaar mit dem Unterschied, dass jeder Mieter aufgrund der internen Verteilung ein Zimmer allein nutzen darf und Bad und Küche geteilt werden.

In diesem Fall ist es nicht möglich, das Mietverhältnis zu der schwierigen Mieterin allein zu beenden. Es kann nur beiden Mietern zusammen gekündigt werden, und dies auch nur wenn ein Kündigungsgrund vorliegt wie etwa Zahlungsverzug in ausreichender Höhe oder sonstige Vertragsverletzungen wie ständige Ruhestörungen usw. Da dies wohl nicht vorliegt und die langjährige Mieterin anscheinend nur in Bezug auf das Zusammenwohnen unerträglich ist, vielleicht die Küche oder das Bad nicht aufräumt oder putzt usw., wird es mit einer Kündigung schwierig.

Dasselbe Argument können Sie aber verwenden, um die letzte andere Mieterin gerade nicht aus dem Mietvertrag zu entlassen. Denn diese kann nicht von Ihnen verlangen, das Mietverhältnis mit der schwierigen Mieterin allein fortzusetzen und einer Vertragsaufhebung zuzustimmen. Vielmehr müssen beide Mieter gemeinsam kündigen, notfalls muss die schwierige Mieterin von der auszugswilligen auf Zustimmung verklagt werden.

Dies ist aber nur möglich, wenn Sie einer Entlassung der auszugswilligen Mieterin nicht bereits zugestimmt haben. In diesem Fall müssten Sie auf den nächsten auszugswilligen Mitmieter waren. Ggf. könnten Sie dies der schwierigen Mieterin schon einmal vorab mitteilen, so dass sich diese nach Einzug des nächsten Mitmieters besser verhält.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 26.09.2012 | 18:20

Herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort. Ich habe nur noch eine Verständnisfrage:
Der "netten" Mieterin hatte ich das OK gegeben, eine neue WG und mir dann einen Nachmieter zu suchen. Ihr möchte ich auch keinerlei Schwierigkeiten machen.
Habe ich Sie richtig verstanden, dass ich zukünftig (meiner Erfahrung nach dauert´s nicht lange bis zum nächsten Ärger...) darauf bestehen kann, dass beide Mieter kündigen, sie sonst nicht aus dem Vertrag lassen muss und somit auch die Kündigung der "Nervensäge" erreiche?
Danke für die erneute Mühe!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.09.2012 | 18:24

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt: Wenn Sie der "netten" Mieterin bereits zugesagt haben, sie gegen Stellung eines Nachmieters aus dem Vertrag zu entlassen, dürfte es auch rechtlich schwierig werden, jetzt auf eine Kündigung beider Mieter zu bestehen.
In Zukunft können Sie das aber natürlich tun und so erreichen, dass die "Nervensäge" ebenfalls eine Kündigung aussprechen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Scheibeler

Bewertung des Fragestellers 26.09.2012 | 18:28

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