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Kündigung meines Mitbewohners

| 27.11.2018 19:32 |
Preis: 50,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Nicolas Reiser, LL.M., MLE


Guten Abend,

ich habe als Hauptmieter eien WG gegründet und zwei Mitbewohner.
Der Eine davon hatte seinerzeit angeboten, daß wenn er das Zimmer erhielte, das notwendige Internet zur Verfügung zustellen,, da er dies ohnedies mit entsprechender Kapazität benötigt und so die Gesamtmiete nicht proportional nicht erhöht werden müsste. Jetzt ändert er aber regelmäßig den Passwortzugang - so dass ich es nicht nutzen kann. Mehrfach habe ich Ihn aufgefordert das zu ändern und daran erinnert,, das dies mit ein Entscheidungsgrund für ihn war.
Daneben ist er leider auch nicht - trotz mehrfacher Aufforderungen - der Sauberste.
So hat er nach einer Rektal Operation seinen blutverschmierten Tampon einfach in der Badewanne liegen lassen.
oder aber das zielen im Bad klappt nicht - wodurch selbiges nicht nur süßlich riecht.
Daneben mussten wir dann auch einen neuen Staubsauger erwerben und dabei ist augefallen das er noch nice den selbigen genutzt, da er noch nie einen Betel ausgetauscht hat. Sttt das ich einen neuen kaufen sollte wollte er einen von seinen Eltern zur Verfügung stellen, diesen schließt er aber nun aber bei sich im Zimmer ein.
Auch hatte ich einmal Freunde zu Besuch und er rief tags drauf wegen angeblicher komischer Pulverreste in der Küche die Polizei an. Ohne vorher einmal mit mir oder den anderen zu sprechen was das sein könnte.
Die Polizei hat zwar geguckt aber bestätigt das da nicht war !
Ich denke es wird deutlich das die Kommunikation echt schwer ist und jetzt will er die Kündigung die ich ihm zum 01.04.2019 ausgesprochen habe nicht akzeptieren und droht mir mit Anwalt usw.
Ich bin zur Zeit in Ausbildung und völlig fertig mit den Nerven - was kann - darf ich machen, da ich echt nicht mehr weiß was ich machen kann und soll.

Lieben Dank, bin für jede Hilfe dankbar

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Inwieweit Sie u.U. eine kürzere Kündigungsfrist geltend machen können, hängt davon ab, wie der Untermietvertrag formuliert ist und ob z.b. die gesetzlichen Kündigungsfristen gelten oder andere vereinbart sind.

Bei den von Ihnen beschriebenen Problemen kommt eine fristlose Kündigung grundsätzlich in Betracht, allerdings wäre hierfür zunächst eine Abmahnung erforderlich. Erst im Wiederholungsfall könnte dann fristlos gekündigt werden. Die Abmahnung sollte aus Beweisgründen schriftlich formuliert und unter Zeugen übergeben werden.

Wenn Sie das Zimmer möbliert vermietet haben, gilt eine 3 monatige Kündigungsfrist, unmöbliert i.d.r. eine 6-monatige. Wenn ein Kündigungsgrund vorliegt, kann auch hier mit 3-monatiger Frist gekündigt werden. Hier kommt als Grund (§ 573 BGB ) ein berechtigtes Interesse in Form von Pflichtverletzungen des Mieters in Betracht. Hier wäre nicht unbedingt eine Abmahnung erforderlich, kann aber hilfreich sein, um dem Grund Gewicht zu verleihen. Sie könnten in diesem Fall eine weitere Kündigung mit kürzerer Frist aussprechen. Dies sollte ebenfalls schriftlich und unter Zeugen geschehen.

Ich sehe derzeit jedoch keinen Grund dafür, Ihre Kündigung nicht zu akzeptieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Einschätzung geben. Sollten Sie noch Fragen haben, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Gerne können Sie mir auch mitteilen, wie Sie gekündigt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Nicolas Reiser
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 03.12.2018 | 10:25

Ich muss meine Antwort in einem Punkt korrigieren, der für Sie nicht relevant ist, da Sie das Zimmer unmöbliert vermietet haben.
Bei einer möblierten Vermietung würde die Kündigungsfrist allerdings 2 Wochen betragen bzw. bis zum 15. eines Monats bis zum jeweiligen Ablauf des Monats (§573c Abs. 3 BGB ).
Das hatte ich in meiner Antwort nicht korrekt beschrieben, ist für diesen Sachverhalt aber nicht von Bedeutung.

Bewertung des Fragestellers 29.11.2018 | 09:08

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