Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung meines Mietanteils


| 22.02.2007 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang dieses Jahres habe ich mich von meinem Lebensgefährten getrennt. Er wollte keine Kündigung unterschreiben, da er die bis dahin gemeinsame Wohnung (wir waren beide Mieter im Vertrag) behalten wollte.
Gemeinsam mit unseren Vermietern und mit meinem damaligen Lebensgefährten haben wir handschriftlich auf einem Formblatt eine "Kündigung meines Mietanteils" ausgefüllt. Darin steht, dass ich meinen Mietanteil zum 05.02.07 kündige und ab diesem Zeitpunkt mein ehemaliger Lebensgefährte alle Rechte und Pflichten aus dem ursprünglichen Mietverhältnis allein übernimmt. Handschriftlich fügten wir auch hinzu, dass ich bei Auszug meinen Anteil der Kaution (rund 400 €) ausbezahlt bekomme. Unterschrieben wurde das von allen drei Parteien.
Nun weigert sich mein damaliger Lebensgefährte, mir meinen Anteil der Kaution auszuzahlen, da im Kautionssparbuch nur sein Name steht. Unsere Vermieter sagen dazu, dass sie das Ganze nichts angeht, da ja, egal, wer nun in der Wohnung wohnt, die Kaution für sie unverändert bleiben würde.
Hier meine Frage: habe ich eine Chance, mir meinen Anteil auf Grund der getroffenen Vereinbarung (das Original befindet sich in meinem Besitz) einzuklagen oder ist es zwecklos, weil mein Name nicht im Kautionssparbuch steht?
Vielen dank für Ihre Hilfe!
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Fragestellerin,

von wem Sie einen Anspruch auf Auszahlung Ihes Kautionsanteils haben hängt von genauen Wortlaut der getroffenen Vereinbarung ab.

Möglich wäre sowohl ein Anspruch gegen den Vermieter als auch gegen Ihren ehemaligen Lebensgefährten.

Lässt sich aus der Vereinbarung ableiten, dass Ihr ehemaliger Lebensgefährte Ihnen Ihren Kautionsanteil auszuzahlen hat ist dies unabhängig davon auf wessen Namen das Kautionssparbuch laüft und auch wer die Kaution real an den Vermieter bezahlt hat. Rechtsgrund ist in diesem Fall die Verpflichtung Ihres ehemaligen Lebensgefährten einen Anteil der Kaution an Sie auszuzahlen.

Eine Klage hätte, so die o.g. Voraussetzungen gegeben sind, somit Aussicht auf Erfolg. Sie sollten jedoch Ihren ehemaligen Lebensgefährten zur Zahlung schriftlich (Einschreiben mit Rückschein) auffordern und ihn damit in Verzug setzen. Dadurch hat er alle nach dem Verzug enstehenden notwendigen Kosten und Zinsen zu ersetzen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2007 | 13:57

Sehr geehrter Herr Bordasch,

herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort auf meine Frage!

Leider steht in der getroffenen Vereinbarung nur:
"Mit Datum des Auszuges erhält Frau... ihre Kaution ausbezahlt".

Hätte meine Klage trotzdem Aussicht auf Erfolg? Die Fronten sind sehr verhärtet. Erschwerdend hinzu käme bei einem Einschreiben mit Rückschein die Tatsache, dass der damalige Lebensgefährte ständig auf Montage arbeitet und nur ca. alle 14 Tage vor Ort ist. Was, wenn er dann das Einschreiben einfach nicht abholt?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2007 | 14:56

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Formulierung macht die Sache nicht leichter, denn mit guten Argumenten kann man darin sowohl Ihren ehemaligen Lebensgefährten als auch den Vermieter als Schuldner ansehen.

Daher rate ich Ihnen zu folgender Vorgehensweise:
Sie fordern beide zur Zahlung auf und setzen beiden eine angemessene Frist (10 Tage). Für den Nachweis des Zugangs nutzen Sie entweder ein Einwurfeinschreiben, dabei notiert der Postbote den Einwurf in den Briefkasten oder beauftragen einen Dritten als Boten den Brief jeweils einzuwerfen. Derjenige sollte sich das aber auch merken und im Zweifel vor Gericht bestätigen können. Sollten beide zahlen, müssen Sie einem der beiden sein Geld wieder zurückgeben.

Zahlt keiner sollten Sie sich an einen Kollegen vor Ort wenden, der dann alles weitere veranlassen wird.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2007 | 14:56

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Formulierung macht die Sache nicht leichter, denn mit guten Argumenten kann man darin sowohl Ihren ehemaligen Lebensgefährten als auch den Vermieter als Schuldner ansehen.

Daher rate ich Ihnen zu folgender Vorgehensweise:
Sie fordern beide zur Zahlung auf und setzen beiden eine angemessene Frist (10 Tage). Für den Nachweis des Zugangs nutzen Sie entweder ein Einwurfeinschreiben, dabei notiert der Postbote den Einwurf in den Briefkasten oder beauftragen einen Dritten als Boten den Brief jeweils einzuwerfen. Derjenige sollte sich das aber auch merken und im Zweifel vor Gericht bestätigen können. Sollten beide zahlen, müssen Sie einem der beiden sein Geld wieder zurückgeben.

Zahlt keiner sollten Sie sich an einen Kollegen vor Ort wenden, der dann alles weitere veranlassen wird.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die rasche und präzise Antwort! "