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Kündigung meines Arbeitsverhältnisses

25.07.2008 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Abend !!

Ich habe ein Problem !!

Ich besitze bei meinem Arbeitgeber einen unbefristeten Arbeitsvertrag.Nun bin ich seit April 2008 arbeitsunfähig ,da ich operiert wurde.Ich habe während meiner Krankenzeit einen neuen Job gefunden,den ich gerne annehmen möchte.(Den kann ich auch sofort im sitzen beginnen)Ich habe daraufhin meinen Arbeitsvertrag 2 x per Einschreiben gekündigt.
Auf dem ersten Schreiben schickte mir mein Chef nur einen Brief ,worauf stand das er mir einen Brief selbst in meinem Briefkasten geworfen hat(nicht per Post)(ich wohne 5 Minuten vom Arbeitsplatz entfernt) und diesen erst beantworten soll.
Da ich aber aufgrund meiner OP derzeit nicht in meiner Heimatstadt bin ,habe ich keine Möglichkeit ,diesen Brief zu lesen und dies teilte ich Ihm auch mit.
Daraufhin erklärte ich in einem 2. Brief das Anliegen und kündigte erneut den Arbeitsvertrag zum schnellstmöglichen Zeitpunkt und vermerkte die aktuelle Adresse wo ich zu erreichen bin ,da ich nicht nach Hause kann.

Nun reagiert mein Arbeitgeber gar nicht mehr..Ich möchte die neue Stelle beginnen.Ich habe auch 2 mal meine Lohnsteuerkarte angefordert.Er händigt Sie aber nicht aus.
Was kann ich tun ,ich brauche ganz schnell Hilfe.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihrer Frage, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Zumindest der erste Brief, welchen Ihr Arbeitgeber Ihnen in den Briefkasten an Ihrem Wohnort gesteckt hat, gilt als zugegangen. Sie haben die Verpflichtung, immer Sorge zu tragen, dass die Post während Ihrer Abwesenheit kontrolliert wird.

Zu Ihrer Kündigung ist zu sagen, dass nicht jede Krankheit eine außerordentliche Kündigung rechtfertigt. Grundsätzlich müssen Sie die ordentliche Kündigungsfrist einhalten. Nur wenn eine Weiterbeschäftigung bei Ihrem alten Arbeitgeber - ggf. zu anderen Konditionen - nicht mehr denkbar ist, kann eine außerordentliche Kündigung gerechtfertigt sein. Dies ist immer eine Einzelfallabwägung.

Ihre Lohnsteuerkarte kann am Ende des Arbeitsverhältnisses herausverlangt werden. Ich empfehle eine Fristsetzung per Einschreiben unter Androhung rechtlicher Schritte.

Mit freundlichen Grüßen


S. Schorn
Rechtsanwältin


info@recht-kanzleischorn.de

Rückfrage vom Fragesteller 25.07.2008 | 21:07

Ich habe Zur Zeit keine Möglichkeit diesen Brief zu erhalten da ich in einer anderen Stadt bin um dort behandelt zu werden und habe doch im 2. Brief dies erwähnt und meine aktuelle Adresse mitgeteilt.Er will Sie aber nicht erneut schicken.Eine Weiterbeschäftigung ist für mich nicht mehr vorstellbar ,da er mich während meiner Krankenzeit derart mit SMS bombadiert hat,mein Mitarbeiter Handy gesperrt hat sich noch so einiges erlaubt hat.Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen dort noch zu arbeiten.
Was kann ich denn nun tun ,wenn ich dort ab sofort nicht mehr arbeiten möchte?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.07.2008 | 22:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

Post gilt als zugegangen, auch wenn Sie nicht zu Hause sind. Wenn Ihr Arbeitgeber nachweislich Ihre neue Adresse mitgeteilt bekommen hat, können Sie verlangen, dass er Ihnen die Papiere schickt. Sofern er diese jedoch bereits in Ihren Briefkasten eingeworfen hat, ist dies technisch nicht mehr möglich.

Unter den genannten Voraussetzungen kommt meines Erachtens ein außerordentliches Kündigungsrecht in Betracht, wenn Sie entweder überhaupt nicht mehr arbeitsfähig sind oder aber die genannten Geschehnisse auch beweisen könnten.

Leider bleibt Ihnen keine andere Wahl, als Ihre Ansprüche im Zweifel gerichtlich durchzusetzen, wenn Ihr Arbeitgeber nicht freiwillig leistet. Ich empfehle hierfür, einen Rechtsanwalt vor Ort zu konsultieren.

Mit freundlichen Grüßen


S. Schorn
Rechtsanwältin

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