Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung in einem Fitnessstudio

03.02.2012 15:47 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


67 Jahre
schwerbehinderung 70%
Kündigte meinen Vertrag im Fitnesstudio zum 31.11.2011
wegen massiver Schmerzen.
Legte ein Fa-ärztliches attest vor, ohne Diagnosen.
Reiche jetzt ein Attest nach mit folgenden Diagnosen:
Bscheiben protrusion Hals mit Sensibilitätsstörung unter körp. Belstung
chron Lumboischialgie , bandscheiben vorfall L4/5
Wirbelgleiten mit schwerer skoliose der LWS mit Verknöcherung der einzelnen wirbelkörper
chron. analgetika pflichtiges Schmerzsyndrom
Totalendoprothese li Hüfte
Coxarthrose re Hüfte
Komme ich damit dann aus meinem Vertrag?? MfG

-- Einsatz geändert am 03.02.2012 15:53:51
Eingrenzung vom Fragesteller
03.02.2012 | 15:52

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten möchte:

Leider machen Sie keine Angaben zur mit dem Fitnessstudio vereinbarten Vertragslaufzeit und den Kündigungsfristen. Aufgrund Ihrer Schilderung Ihrer gesundheitlichen Probleme gehe ich aber davon aus, dass Sie deswegen eine vorzeitige Vertragskündigung erreichen wollen.

Hierfür kommt es darauf an, seit wann die Beschwerden bestehen. Hatten Sie Ihre Erkrankungen bereits bei Abschluss des Vertrages, so kommt eine außerordentliche Kündigung nicht in Betracht. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass Sie sehenden Auges einen Vertrag geschlossen haben, obwohl fraglich war, ob Sie die Leistungen des Fitnessstudios würden in Anspruch nehmen können.

Anders sieht es aus, wenn Ihre Beschwerden erstmals nach Vertragsschluss aufgetreten sind oder sich seitdem erheblich verschlimmert haben. In diesem Fall haben Sie mit einem ärztlichen Attest, dass die Beschwerden ernsthaft und auf Dauer vorliegen – was bei Ihnen sicherlich der Fall sein dürfte – ein außerordentliches Kündigungsrecht, auf das Sie sich gegenüber dem Fitnessstudio ausdrücklich berufen sollten. (s. OLG Frankfurt, Urt. v. 5.12.1994, Az. 6 U 164/93 )

Ich hoffe Ihnen damit einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Grossmann
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 03.02.2012 | 16:58

Sehr geehrter Ratsuchender,

bezüglich des genannten Urteils berücksichtigen Sie bitte, dass die Rechtsprechung zu dieser Frage nicht ganz einheitlich ist. Nach herrschender Rechtsprechung wird sicherlich so entschieden wie oben dargestellt.

Es ist aber nicht auszuschließen, dass im Einzelfall das zuständige Gericht auch eine abweichende Meinung vertreten könnte, weil die Entscheidungen anderer Gerichte grundsätzlich keine Bindungswirkung entfalten.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Grossmann
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 76906 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und präzise Antwort! Top! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich erhielt eine sehr rasche, sehr verständliche Antwort. Dafür herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Top ...
FRAGESTELLER