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Kündigung in der Probezeit von 6 Monaten

| 03.10.2016 11:55 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung: Kündigung des Arbeitgebers innerhalb der sechsmonatigen Probezeit!

Ich habe im Juni 2016 den Arbeitgeber aber nicht die Arbeitsstelle gewechselt ( der Alte Arbeitgeber war ein Suppunternehmen im gleichen Objekt).Somit fing ich wieder neu mit der Probezeit von 6 Monaten an.Im August 2016 stellten die Ärtzte ein Hüftschaden bei mir fest der im Sep.16 Operiert wurde.Mein Chef wusste darüber Bescheid das es ein längeren Ausfall geben wird.Am Ende 09/2016 bekam ich meine Kündigung ob wohl mir gesagt wurde ich braue mir darüber keine Gedanken zu machen.Meine Frage : Ist die Kündigung gerechtferdigd.

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Frage möchte ich anhand Ihrer hier gemachten Angaben gerne wie folgt Stellung nehmen.

Eingangs muss ich ausdrücklich festhalten, dass eine abschließende rechtliche Beurteilung speziell Ihres konkreten Falles ohne die genaue Kenntnis der jeweils relevanten Sachverhaltsdetails nicht möglich ist, so dass ich Ihnen im Folgenden lediglich Grundsätzliches aufzeigen kann, was Ihnen jedoch bereits weiterhelfen könnte.

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG, Urteil vom 18.10.2006, Az. 7 AZR 145/06) habe ein vorhergehender Arbeitsvertrag nur dann mit demselben Arbeitgeber bestanden, wenn Vertragspartner des Arbeitnehmers bei beiden Verträgen dieselbe natürliche oder juristische Person ist. Das bedeutet, soweit Sie vorher beispielsweise bei der A-GmbH angestellt waren und Ihr neuer Arbeitgeber nun die B-GmbH ist, so handelt es sich dabei um verschiedene juristische Personen und die Probezeit beginnt bei der B-GmbH grundsätzlich neu zu laufen.

Nach § 622 Abs. 3 BGB kann eine Probezeit für maximal 6 Monate vereinbart werden. Die Probezeit regelt eine schnellere und bessere Kündigungsmöglichkeit für den Arbeitgeber. Ansonsten wäre der Arbeitgeber dem Arbeitnehmerschutz des Kündigungsschutzgesetzes ausgeliefert und könnte häufig eine Kündigung nicht oder nur unter erschwerten Voraussetzungen aussprechen. Innerhalb der Probezeit genießen Sie also keinen allgemeinen Kündigungsschutz, so dass eine Kündigung nicht an derer sozialer Rechtfertigung beurteilt wird und damit grundsätzlich möglich ist. Ausnahmen gelten etwa für Mitarbeiter mit besonderem Kündigungsschutz wie beispielsweise Schwangere oder Schwerbehinderte. Auch kann gegebenenfalls der Betriebsrat Schutz vor einer Kündigung innerhalb der Probezeit bieten. Sollte dieser nicht über die Kündigung informiert worden sein, ist diese grundsätzlich unwirksam. So urteilte das LAG Düsseldorf (Urteil vom 22.11.2011, Az. 17 Sa 961/11), dass eine Probezeitkündigung unwirksam sei, wenn dem Betriebsrat der Hintergrund der Kündigung nicht mitgeteilt wurde.

Inwieweit die Aussage Ihres Arbeitgebers, Sie müssten „sich darüber keine Sorgen machen", rechtverbindlich war, kann hier nicht abschließend beurteilt werden.

Ich hoffe, zu Ihrer Frage verständlich Stellung genommen und Ihnen weitergeholfen zu haben. Grundsätzlich kann es ratsam sein, sich mit Ihrem konkreten Anliegen an einen Anwalt vor Ort zu wenden, der mit Ihnen in den Dialog tritt und die Rechtslage auf diese Weise abschließend klären kann.

Mit einem Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Oliver Daniel Özkara
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.10.2016 | 09:59

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