Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kündigung in der Probezeit Teil 2, Rechte bei Versetzung, Anspruch auf Elternzeit

15.03.2009 10:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


16:39
Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Hintergrundinformation ich hatte weiter unten schon meine Situation genau geschildert.

Meine Probezeit wird als "nicht bestanden" gesehen und am Montag wird eine "Lösung" für mich gesucht, mit Hilfe eines Juristes von der Stadt.

Ich habe in der Einrichtung sehr gerne gearbeitet und meiner Meinung nach lief es sehr gut. Begründung ist wohl, daß ich fachlich wohl noch nicht in das Arbeitsfeld passe. Aber es kippte alles erst als ich ankündigte, daß ich 2 Monate Elternzeit nehmen will.

Meinem Gefühl nach wäre meiner Vorgesetzten am liebsten wenn ich selbst kündigen würde. Das hatte ich kurz überlegt, da es sich im sozialen Bereich immer besser macht, wenn man selbst die Probezeit beendet.
Davon hat aber der beratende Kollege hier unten deutlich abgeraten.


Meine Fragen - am Montag findet ein Gespräch mit meiner Vorgesetzten und dem Gruppenleiter mit der Rechtsberatung der Stadt statt um eine "Lösung" für mich gefunden zu werden.

Angedeutet wurde eben, daß ich selber kündigen kann oder die Möglichkeit besteht innerhalb der Stadt versetzt zu werden.
Mein Arbeitsvertrag gilt auch für die Stadt und nicht für eine bestimmte Einrichtung.

Können sie mich zwingen mich versetzen zu lassen ?
Wenn ich mich weigere "müssen" sie mich dann kündigen?
Was eben für mich nicht so massive finanziellen Nachteile bedeuten würde, wie wenn ich selbst kündige.

Grundsätzlich bin ich bereit mich versetzen zu lassen, wobei klar gestellt wurde, daß nur ein anderere Einsatzbereich in Frage kommt. Allerdings war der vorherige ausgewählte Einsatzbereich mein "Traumeinsatzbereich" und alles andere würde ich nur tun um nicht arbeitslos zu sein.

Meine wichtigeste Frage:
- ich gehe davon aus, daß in meiner neuen Stelle die Probezeit wieder von vorne beginnt
Was ist dann mit meiner geplanten Elternzeit von 2 Monaten, können die sich weigern, daß ich mir die Elternzeit nehme, denn diese würde natürlich in die Probezeit fallen.
Die Elternzeit würde auf Mitte Juni bis Mitte Juli fallen.

Das ist für mich die wichtigste Frage, denn meiner Meinung nach will mich meine Stelle nicht übernehmen, weil ich eben für den Sommer 2 Monate Elternzeit angekündigt hatte.
Und aufgrund der körperlichen Situation meiner Frau muß ich auf die Elternzeit bestehen, die mir ja rechtlich zusteht.
( schon 2 Kleinkinder und das dritte Baby kommt, Pflegebedürftige Schwiegermutter die sonst von meiner Frau gepflegt wird )

Auf was muß ich achten ?
Können sie mir bei Versetzung die Elternzeit in der Probezeit verweigern ?

Vielen Dank
Mann von Tochter
15.03.2009 | 11:50

Antwort

von


(257)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Den erwähnten Sachverhalt, den Sie bereits geschildert haben kann ich nicht einsehen und werde diesen folglich auch nicht berücksichtigen können.

Wenn eine „Versetzung“ im Rahmen Ihres Arbeitsvertrages erfolgt, dann kann der Arbeitgeber dies im Rahmen seiner Weisungsbefugnis tun. Ob er hierzu in Ihrem Fall berechtigt ist, kann erst nach Einblick in den Arbeitsvertrag beurteilt werden und wenn bekannt ist in welchen Aufgabenbereich Sie künftig beschäftigt werden sollen.

In der Probezeit kann grundsätzlich ohne Grund gekündigt werden. Allerdings besteht ein Kündigungsschutz ab dem Zeitpunkt, ab dem Elternzeit verlangt worden ist bis acht Wochen vor Beginn der Elternzeit (§ 18 BEEG). Bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ist immer zu beachten, welche Auswirkungen dies auf den Bezug von Arbeitslosengeld hat.
Wenn der Einsatz in einem anderen Tätigkeitsbereich von Ihrem Arbeitsvertrag gedeckt ist, dann beginnt die Probezeit nicht von vorne.

Sie haben nach § 15 BEEG einen Anspruch auf Elternzeit. Diese darf Ihnen der Arbeitgeber nicht verweigern.
Hinsichtlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gilt es insbesondere darauf zu achten, dass diese keine Sperre des Arbeitslosengeldes zur Folge hat.

Ich rate Ihnen dringend bei dem morgigen Gespräch noch keine endgültige Entscheidung zu treffen, keine Vereinbarung zu unterzeichnen, sondern sich mit den Vorschlägen des Arbeitgebers über Ihre weitere Zukunft an einen Rechtsanwalt zu wenden. Dieser sollte dann, insbesondere nach Einsichtnahme in den Arbeitsvertrag die weitere Vorgehensweise vorschlagen. Diesbezüglich können Sie sich gerne unter meinen Kontaktdaten am mich wenden, da eine solche individuelle Beratung nicht über dieses Portal erfolgen kann.
Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin





Nachfrage vom Fragesteller 15.03.2009 | 15:23

Danke für die Antwort

reicht das ankündigen der Elternzeit in mündlicher Form aus ? Es wurde auf einer Teamsitzung offiziell angekündigt, und es fanden auch Gespräche über die Elternzeit statt. Meine Vorgesetzte und meine Teamkollegen waren dabei.

Und wegen der Kündigungsfrist - meiner Rechnung nach müßte ich die Kündigung ja Di 17.03. am schriftlich erhalten oder reicht am 16.03. das Gespräch aus.
Das Gespräch ist am Mo 16.03. und es wurde mir telefonisch zugesichert, daß ich mich nicht gleich entscheiden muß. Aber können die dann die Fristen überhaupt einhalten ?

Vielen Dank für Ihre Informationen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.03.2009 | 16:39

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu Ihrer Nachfrage unter Berücksichtigung wie folgt Stellung:

Gemäß § 16 BEEG muss die Ankündigung schriftlich erfolgen.

Hinsichtlich der Kündigungsfrist, die vom Arbeitgeber eingehalten werden muss, kann ich ohne Einsicht in die Unterlagen oder weitere Sachverhaltsschilderung keine Stellung nehmen. Dieses Problem ist aber eines des Arbeitgebers worüber Sie sich grundsätzlich zunächst einmal keine Gedanken mach sollten.

Ich hoffe Ihnen nun weitergeholfen haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

(257)

Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Strafrecht, Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68199 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Fall schien ziemlich eindeutig zu liegen, sodass eine relativ kurze Antwort voll zufriedenstellend war und meinerseits auch keine Rückfragefunktion genutzt werden musste. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich denke meine Fragestellung war nicht so ganz einfach zu beantworten.Möglicherweise ging ich auch von einem unzutreffenden Sachverhalt aus (Beschluss Bundesverwaltungsgericht).In sofern bin ich mit der Beantwortung etc sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke, Top service. ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen