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Kündigung in der Probezeit: Schlussformel im Zeugnis

27.02.2016 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

mein Arbeitsverhätlis wurde nach fünf Monaten fristgemäß in der Probezeit gekündigt.
Begründet wurde dies mündlich mit einer Unzufriedenheit bezüglich meiner Leistung. Die Begründung kann ich nicht nachvollziehen und zweifle daher die Formulierung in meinem Zeugnis an.
Das (sehr kleine) Unternehmen hat sehr mit großer Wahrscheinlichkeit wirtschaftliche Schwierigkeiten: Mein Gehalt wurde kein einziges Mal zum vereinbarten Zeitpunkt überwiesen - es gab bis zu 3,5 Wochen Verzögerungen -, Geld für Büromaterialien und Dienstreisen musste ich auslegen und erhielt es erst nach mehrmaligem Nachfragen zurück. Auch andere (feste freie) Mitarbeiter und Dienstleister warteten auf Gehaltszahlungen - sogar über mehrere Monate. Aus diesem Grund habe ich meinem Ex-Arbeitgeber vorgeschlagen, in die Schlussformel "betriebliche Gründe" aufzunehmen; worauf sich dieser aber nicht einlassen möchte, da er Angst um sein Image habe. Angeboten wurde mir stattdessen die Formulierung "in gegenseitigem Einvernehmen" oder "das Arbeitsverhältnis endet fristgerecht zum ...". Beide Vorschläge meines Ex-Arbeitgebers lassen einen Dritten darauf schließen, dass ich wegen schlechter Leistung gekündigt wurde. Auch die Dankes- und die Bedauernsformel sind dem Zeugnis nicht enthalten.

Gibt es eine Formulierung, die mir in meinem noch frühen beruflichen Werdegang nicht zum Verhängnis wird?
Ist es möglich resp. sinnvoll, eine andere Formulierung im Zweifel einzuklagen?

Vorab vielen Dank für Ihren Rat.



28.02.2016 | 07:32

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt :

Wie Sie schon sagen , wären die beiden Formulierungen nicht vorteilhaft, da sie andeuten, dass ihr Chef sie los werden wollte , eine personen-/ verhsltensbedingte Kündigung vorlag. Auf beiderseitigen Wunsch kann man auch nicht sagen , denn es gibt ja keinen Aufhebungsvertrag.
Möglich wäre die Formulierung, sie beendeten das AV auf Ihren Wunsch, das wäre von der Zeugnissprache neutral, jedoch kann es eine Sperre beim Arbeitsamt auslösen , da es eine Kündigung durch Sie bedeutet. Auch müssen Sie dem AA die Kündigung melden und daher sollte man schon bei der Wahrheit bleiben.
Sie teilen aber mit, dass die Kündigung betriebsbedingt war. Dann haben Sie sich einen Anspruch darauf, dass das im Zeugnis zum Ausdruck kommt. Ich empfehle daher , auf einer derartigen Formulierung zu bestehen , ggf. zu klagen.
Auf eine Bedauernsformel aber haben Sie keinen Anspruch.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
Draudt Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 01.03.2016 | 23:08

Sehr geehrte Frau Draudt,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Sie empfehlen, auf eine Formulierung zu bestehen, welche die Kündigung als betriebsbedingt kennzeichnet. Hinsichtlich der konkreten Formulierung habe ich eine Nachfrage. Wäre der Satz
"Da aufgrund einer Restrukturierung der Arbeitsbereiche die Position von XXX entfiel, mussten wir das Arbeitsverhältnis fristgerecht zum XXX beenden."
eine Formulierung, die generell (und auch ohne Bedauernsformel) akzeptabel ist?

Nochmals besten Dank.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.03.2016 | 13:31

Sehr geehrte Fragestellerin,

diese Formulierung ist in Ordnung.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

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