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Kündigung in der Probezeit, vertragswidriges Verhalten in Arbeitsbescheinigung

| 11.03.2020 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Einem Arbeitnehmer wird am 11.02 zum 29.02 schriftlich gekündigt. Es handelt sich um eine Kündigung seitens des Arbeitgebers in der Probezeit, insofern ist kein Kündigungsgrund angegeben.

Am 06.03 bekommt der AN die Arbeitsbescheinigung. Es ist angekreuzt:
Vertragswidriges Verhalten der Arbeitnehmerin/ des Arbeitnehmers war Anlass: "Ja"
Der AN hat Kündigungsschutzklage innerhalb der Frist ...erhoben: "Nein"
Der AN war wegen desselben Verhaltens bereits abgemahnt worden: "Nein"

Dem AN ist kein vertragswidriges Verhalten bekannt.

Sein Vorgesetzter hat ihm die Kündigung nicht persönlich mitgeteilt, sondern es dem Personalrat am 7.02 überlassen, der keinen Kündigungsgrund mitteilen konnte. An seinem letzten Arbeitstag sagte der Vorgesetzte, der Kündigungsgrund sei: " Es ist schade, es tut mir Leid, dass es dir hier nicht gefällt". Von vertragswidrigem Verhalten wurde er nicht informiert. Auf Nachfrage bei der Personalleitung wurde ihm mitgeteilt: "dem Personalreferat wurde im Rahmen Ihrer Kündigung die Information zugeleitet, dass Sie Anweisungen nicht befolgt hätten. Mit dieser Verhaltensweise werden Pflichten aus dem Arbeitsvertrag verletzt. Dem Personalreferat wurde bestätigt, dass über diesen Sachverhalt mit Ihnen gesprochen worden ist."
Der AN vereinbart einen Termin zur Einsicht in die Personalakte.
Kann der AN Widerspruch gegen die Arbeitsbescheinigung einlegen? Wie soll er vorgehen? Kann eine Sperre des ALG 1 überhaupt verhindert werden bei so einer Arbeitsbescheinigung? Bis zum 14.03 muss er die Arbeitsbescheinigung der Arbeitsagentur zusenden.

11.03.2020 | 19:51

Antwort

von


(2004)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, Sie sollten hier eine Korrektur fordern, da Ihnen kein vertragswidriges Verhalten bekannt ist, dies nicht Ihnen gegenüber angesprochen wurde und Sie auch nicht offiziell abgemahnt oder zumindest ermahnt wurden.

Der Arbeitgeber müsste darlegen und nachweisen, dass ein solches Verhalten vorgelegen und zur Kündigung geführt hat. Zeigt er sich nicht kooperativ, dann weisen Sie ihn darauf hin, dass eine unrichtig ausgefüllte Arbeitsbescheinigung eine bußgeldpflichtige Ordnungswidrigkeit gemäß § 404 Absatz 2 Nr.19 SGB III darstellen kann.

Besteht die Gefahr, dass der Arbeitgeber trotz Ihres Korrekturwunsches die Bescheinigung unverändert an die Arbeitsagentur weiterleitet, dann sollten Sie ebenfalls ein Schreiben mit Ihrer Darstellung der Kündigung und der Gründe bei der Arbeitsagentur einreichen. Die Arbeitsagentur muss dann nachforschen, ob die Angabe in der Bescheinigung tatsächlich korrekt ist und eine Sperrzeit rechtfertigen kann. Nach Ihrer Schilderung kann der Arbeitgeber voraussichtlich kein ausreichendes Fehlverhalten nachweisen, sodass eine Sperre nicht zulässig wäre.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Bewertung des Fragestellers 11.03.2020 | 20:52

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