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Kündigung in Zweifamilienhaus


11.09.2006 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir haben vor kurzem ein Haus gekauft. In diesem Haus befanden sich 2 Wohnungen und eine Einligerwohnung, die allerdings bei der Kaufübergabe leer stand. Diese Einlieger-Wohnung existiert jetzt nicht mehr und es handelt sich nun nach unserem Umbau um ein zwei Wohnungen in eienem ganz klaren Zweifamilienhaus. Die eine davon bewohnen wir inklusive der alten Fläche der Einliegerwohnung. Unsere Mieter wohnen seit 10 Jahren in ihrer Wohnung, seit der Zeit gab es wohl (das gemnaue Datum ist uns nicht bekannt) auch schon diese jetzt nicht mehr existierende Einliegerwohnung. Wir möchten wissen: 1. Ob für uns nun auch das Sonderkündgungsrecht in einem Zweifamilienhaus gilt?
Sehr geehrter Ratsuchender ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf Grund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Nach § 573 a BGB gilt das erleichterte Kündigungsrecht des Vermieters.
Dieser besagt folgendes:
Ein Mietverhältnis über eine Wohnung in einem vom Vermieter selbst bewohnten Gebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen kann der Vermieter auch kündigen, ohne dass es eines berechtigten Interesses im Sinne des § 573 BGB bedarf. Die Kündigungsfirst verlängert sich in diesem Fall um 3 Monate.

Dies gilt aber nur für ein Mietverhältnis, welches bei Bestand von 2 Wohnungen abgeschlossen wurde.
Für das alte Mietverhältnis gilt dies nicht.

Sollte trotz Umbau, die dritte Wohnung noch über Küchenanschlüsse etc. verfügen, also selbständig als Wohnung nutzbar sein, so würde § 573 a BGB ohnehin nicht gelten.

Somit können Sie das vereinfachte Sonderkündigungsrecht nur gegenüber neuen Mietern geltend machen. Gegenüber dem bisherigen Mieter können sie nur kündigen, wenn Sie ein berechtigtes Interesse haben.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter


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