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Kündigung in Probezeit während Krankschreibung-viele Fragen

| 29.05.2011 12:39 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Seit Februar arbeite ich bei einem neuen Arbeitgeber im Außendienst. (6 Monate Probezeit, danach unbefristet) Leider knickte ich während der Arbeitszeit bei Kundenbesuchen mit dem Fuß unglücklich um und holte mir einen komplizierten sehr schmerzhaften Bänderriss. Ich wurde sofort krank geschrieben und bin jetzt noch bis 10.06 krank geschrieben. Ich habe meine AG laufend informiert und habe weiter auch versucht, von zu Hause aus die Kunden zumindest telefonisch zu betreuen. Dieses Wochenende erhielt ich plötzlich per Einschreiben mit Rückantwortschein, dass mir zum 31.05 eintägig gekündigt wird aus betriebsbedingten, und nicht wegen meiner Krankheit resultierenden Gründen. Ich habe einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen im Jahr, also 2,5 Tage im Monat. Die wurden überhaupt nicht erwähnt. Ist diese Kündigung so rechtens (ein Betrieb mit 7 Mitarbeitern)oder müssen mir noch die Urlaubstage anteilig ausgezahlt werden? Voraussichtlich wäre ich bis Ende Juni wieder fit gewesen. Und ist die Kündigungsfrist von einem Tag rechtens? Und wer bezahlt mich nun bis zum 10.6? Das Arbeitsamt (ich bin doch krank geschrieben) die Berufsgenossenschaft zahlt ja erst bei der sechsten Woche Krankschreibung, oder? Lohnt es sich, vors Arbeitsgericht zu gehen?

Sehr geehrte Ratsuchende,
gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Dauerarbeitsverhältnisse mit Probezeit stellen ein unbefristetes Arbeitsverhältnis dar. Dieses kann bereits unter den gesetzlichen Kündigungsschutz fallen. In Ihrem Fall greift das Kündigungsschutzgesetz jedoch nicht, da nicht mehr als 10 Arneitnehmer in dem Betrieb beschäftigt sind und die Wartezeit von 6 Monaten noch nicht erfüllt ist. Eine ordentliche Kündigung während der Probezeit ist also - anders als bei befristeten Arbeitsverhältnissen – in Ihrem Fall möglich. Diesbezüglich gelten abgekürzte Kündigungsfristen. Die gesetzliche Kündigungsfrist liegt bei 14 Tagen (§ 622 BGB: Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen ). Daher dürfte die 1 tägige Kündigungsfrist zu kurz gewählt sein.

Eine Urlaubsabgeltung ist nach § 7 BUrlG: Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs nur zulässig, wenn der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden kann. Insoweit besteht ein Anspruch auf Abgeltung.

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht im Krankheitsfall für maximal sechs Wochen. Danach erhalten Sie Krankengeld von der Krankenkasse.

Sie sollten zunächst Ihren Arbeitgeber auffordern, die gesetzliche Kündigungsfrist einzuhalten und den Resturlaub abzugelten. Erst wenn dieser hierzu nicht bereit ist, sollte an einen Gang zum Arbeitsgericht gedacht werden.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung Ihrer Frage eine abschließende Überprüfung der Rechtslage und Einschätzung der Erfolgsaussichten nicht ersetzen kann, da dies nur nach vollständiger Sachverhaltsermittlung nebst Sichtung sämtlicher Unterlagen möglich ist.

Für eine Vertretung vor dem Arbeitsgericht stehe ich gerne zur Verfügung. Im Bedarfsfall kontaktieren Sie mich bitte über untenstehende E-mail-Adresse.

Rückfrage vom Fragesteller 29.05.2011 | 14:50

Sehr geehrter Herr Schäfer,
ich bedanke mich recht herzlich für die schnelle und gute Beantwortung meiner Fragen.
Bezüglich der Entgeltfortzahlung hatte ich ja folgende Frage: Zum 31.05 bin ich gekündigt, aber bis zum 10.06 krankgeschrieben (also außerhalb der Beschäftigungszeit) Ab dem 10.06 bin ich aber erst sechs Wochen krank geschrieben, von daher interessiert es mich, wer vom 01.06-10.06. mich bezahlt, da ich ja dann nicht mehr beschäftigt, aber krankgeschrieben bin, aber erst in der fünften Woche. Ich hoffe, ich konnte mich verständlich ausdrücken :-)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.05.2011 | 16:42

Wenn Sie die Kündigung zum 31.5. akzeptieren, sind Sie ab 01.06. ohne Beschäftigung, also arbeitssuchend. Eine Entgeltfortzahlung gibt es dann natürlich ab dem 01.06. nicht mehr. Ihre Krankschreibung ändert daran nichts.

Wenn Ihr Arbeitgeber Ihrer Aufforderung 14 Tage Kündigungsfrist einzuhalten folgt, dann zahlt er auch noch bis 10.6. Entgeltfortzahlung.

Da Ihr Beschäftigungsverhältnis in jedem Falle in Kürze endet, sollten Sie sich umgehend bei der Agentur für Arbeit melden um keine Ansprüche zu verlieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Peter Schäfer
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 07.06.2011 | 17:52

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