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Kündigung in Probezeit bei Krankheit

12.07.2007 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Gegeben sei folgender Fall:

Kleinbetrieb, weniger als 10 Mitarbeiter

Mitarbeiter X befindet sich in der Probezeit und ist seit drei Wochen krank.

Diesem Mitarbeiter wird nun pauschal gekündigt ( d.h. ohne Angabe eines Kündigungsgrundes und ohne Bezugnahme auf die Krankheit ).

Wann endet in diesem Fall die Pflicht zur Entgeltfortzahlung, sofern Mitarbeiter X nach Ablauf der zweiwöchigen Kündigungsfrist
immer noch krank ist ?

Ist dies bereits mit Ablauf der Kündigungsfrist der Fall oder sieht das Entgeltfortzahlungsgesetz bei Krankheit etwas anderes vor ?


Sehr geehrter Ratsuchender,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Gemäß § 8 Absatz 1 EntgeltfotzahlungsG haben Sie das Arbeitsentgelt fortzuzahlen, wenn Sie aus Anlass der Krankheit kündigen. Anlass bedeutet dabei nicht, die Krankheit müsse der Kündigungsgrund sein. Sie kündigen aus Anlass der Krankheit, wenn Sie die geschwächte Position des AN ausnutzen um ihm die Kündigung gerade jetzt auszusprechen. Die Krankheit muss den entscheidenden zeitlichen Anstoß gegeben haben. Dies müsste der AN beweisen, was ihm jedoch in der Regel gelingen wird (wegen der zeitlichen nähe der Kündigung zur Krankheit). Dann wären Sie beweispflichtig dafür, dass die Kündigung nicht aus Anlass der Krankheit erfogte.

Wenn Sie demnach das Entgelt fortzahlen müssen, gilt dies insgesamt für maximal 6 Wochen.
Hier also:
3 Wochen Krank + 2 Wochen Kündigungsfrist müssen Sie ohnehin Lohnfortzahlungen leisten.
Es bliebe dann noch ein Anspruch des AN auf eine Woche Lohnfortzahlung.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage vermitteln. Für eine weitere Vertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

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