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Kündigung in Probezeit/ Gehaltszahlung/ Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

| 20.03.2013 09:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 01.10.2012 stehe ich in einem neuen Arbeitsverhältnis, die Probezeit beträgt 6 Monate. Am 25.02.2013 bin ich erkrankt, also noch kurz vor Ende der Probezeit. Der Arbeitgeber hat mir fristgerecht innerhalb einer Kündigungsfrist von zwei Wochen zum 31.03.2013 gekündigt, ohne Angabe von Gründen, ( nicht wegen meiner Erkankung) , welches ja legal ist. Da ich aber schon über 4 Wochen dort beschäftigt bin steht mir wohl lt. meiner Recherche Lohnfortzahlung bis Ende März zu, ich bin aber sehr unsicher ob es wirklich so ist.

Ich bin weiterhin erstmal bis zum 22.05.2013 krankgeschrieben.

Meine Fragen an Sie:

muss der Arbeitgeber mir meinen vollen zustehenden Lohn bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses noch bezahlen, also volles Gehalt bis zum 31.03.2013, damit meine ich mein Märzgehalt?


muss der Arbeitgeber mir die bis dahin angefallenen Überstunden, die vor der Erkrankung geleistet wurden, ausbezahlen?

muss der Arbeitgeber mir die zustehenden Urlaubstage von diesem Jahr 2013 ausbezahlen? Urlaubstage von 2012 habe ich schon genommen.


(die Krankenkasse gab mir die Auskunft das ich ab April Krankengeld beantragen muss wenn meine Erkrankung über die Beendigung des Beschäftigunsverhältnisses geht, allerdings scheint es da Unstimmigkeiten zwischen Agentur für Arbeit und der Krankenkasse zu geben, das muss ich noch klären. ) Arbeitslos durfte ich mich erstmal nicht melden bis meine AU aufgehoben wird, lt der Agentur für Arbeti, da ich momentan nicht vermittelbar sei und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfüngung stünde.

Über eine mir verständliche Antwort freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich möchte Ihre Fragen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

1. Lohnfortzahlung:

Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet 6 Wochen Lohnfortzahlung zu leisten. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie sich noch in der Probezeit befinden oder ob das Arbeitsverhältnis gekündigt ist. Das bedeutet für Sie, dass der Lohn bis zum Ende der Beschäftigung vom Arbeitgeber gezahlt werden muss. Dies zumindest solange, solange noch nicht die 6 Wochen Lohnfortzahlung abgelaufen sind.


2. Überstunden:

Bezüglich der Überstundenabgeltung müssen die
Regelungen hierzu in Ihrem Arbeitsvertrag beachtet werden. Gleiches gilt, werden die Gültigkeit der Regelungen des für Sie zuständigen Tarifvertrages ebenfalls in Ihrem Arbeitsvertrag vereinbart ist. In diesem Fall müssten Sie noch im Tarifvertrag nachschauen, wie die Regelungen bzgl. der Überstundenabgeltung gehandhabt werden.
Darüberhinaus ist auch das ständige Verhalten Ihres Arbeitgebers zu berücksichtigen. Wurden Überstunden in der Vergangenheit immer abgerechnet, so müssen diese auch weiterhin abgerechnet werden.


3. Urlaubsanspruch:

Der Urlaubsanspruch des Resturlaubes muss vom Arbeitgeber ausgezahlt werden, wenn dieser nicht in natura genommen werden konnte. Bitte beachten Sie, dass Sie auch für Zeiten einen Urlaubsanspruch erwerben, in denen Sie krankgeschrieben sind.
Bitte beachten Sie auch, dass in Tarifverträgen abweichende Regelungen getroffen werden können (zumindest für die ersten 6 Beschäftigungsmonate).
Wenn Sie gesund geschrieben sind, kann der Arbeitgeber Sie unter Anrechnung Ihres Resturlaubes freistellen. Ich bitte auch dies zu berücksichtigen

Ich hoffe, meine Antwort konnte Ihnen weiterhelfen. Wenn Sie noch weitere Hilfe benötigen sollten, können Sie gerne auf meine Kanzlei zurückgreifen. Eine Mandatsausführung kann selbstverständlich unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen.
Ich darf Sie bitten zu beachten, dass die von mir gegebene Auskunft auf den mir zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben beruht. Dieser Dienst soll Ihnen lediglich eine erste Einschätzung geben und den Gang zu einem Rechtsanwalt nicht ersetzen. Oft stellt sich erst dort heraus, dass ein ganz bestimmtes Detail zu einer ganz anderen rechtlichen Bewertung des Falles führt.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wendland, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2013 | 10:32

Sehr geehrter Herr Wendland,

dankeschön für Ihre schnelle und präzise Antwort.
Ein Tarifvertrag ist nicht vorhanden.

eine Nachfrage habe ich noch an Sie:

ich habe eine 40 Stunden Woche und es wurde ein Arbeitszeitkonto geführt welches ein Guthaben von 50 Stunden oder ein Minussaldo von bis zu 25 Stunden aufweisen kann.
Der Arbeitgeber ist berechtigt die regelmäßige Arbeitszeit lt. Vertrag in einer Spannbreite von 30 bis 45 Stunden pro Woche zu verteilen. ausbezahlt habe ich die Überstunden nie bekommen, sie wurden in das Arbeitszeitkonto übertragen.

Somit gehe ich davon aus das der Arbeitgeber meine Überstunden die ich geleistet habe auszahlen muss.

Ist meine Annahme jetzt richtig?

Danke für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2013 | 10:41

Sehr geehrte Ratsuchende,

ergänzend möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass der Überstundenausgleich nur dann gezahlt werden muss, wenn auf Grund der Beeendigung des Arbeitsverhältnisses es nicht möglich war das Arbeitszeitkonto abzubauen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wendland

Bewertung des Fragestellers 20.03.2013 | 10:37

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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"Herr Wendland hat mir sehr schnell seine Antwort zukommen lassen, für mich als Laien auch verständlich dargestellt.
Dankeschön an Herrn Wendland, das Honorar für meine Frage ist wohl oft höher veranschlagt als ich es momentan in meiner Situation bieten konnte, ich weiß es zu schätzen das Herr Wendland mein Gebot akzeptiert und angenommen hat. "
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 20.03.2013 5/5,0
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